Berlin mit Hipstamatic in Black & White

berlin_dezember_2014_04Berlin. Das ist schon eine besondere Stadt. Knapp über 24 Stunden war ich vor gut einer Woche dort – für eine ganztägige Tagung, so dass außenrum nicht viel Zeit war. Zum Fotografieren bin ich also nur beiläufig gekommen, und mein Aktionsradius war extrem klein. Gerade mal die Friedrichstraße mit ein paar wenigen Seitenstraßen habe ich gesehen.

Dabei hatte ich auch nicht meine große Kamera, sondern nur das iPhone, und in letzter Zeit fotografiere ich damit vor allem mit der App Hipstamatic, deren Fotos einen ganz besonderen Charme haben.

In Hipstamatic verwende ich überwiegend meinen Lieblingsfilm „BlackKeys B + W“ – und damit habe ich ausschließlich auch die Nachmittags- und Abendbilder, die ihr hier sehen könnt, gemacht.

Berlin in der Adventszeit? Hat mir gefallen, auch wenn die Friedrichstraße ziemlich voll war … Und im Vergleich zu München, wo ich auch ab und zu bin, fühle ich mich hier doch viel wohler, auch wenn der Unterschied zwischen Reich und Arm in Berlin einem schon sehr deutlich ins Auge sticht. Unter den Brücken Obdachlose unter mehreren Lagen Schlafsäcken, nicht weit davon entfernt luxoriöseste Protzgeschäfte. Irgendwie verstörend und befremdend.

Ulf Cronenberg, 12.12.2015

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7 Gedanken zu „Berlin mit Hipstamatic in Black & White

  1. Jörn

    Hallo Ulf,
    deine Bilder mag ich. Hipstamatic eher nicht. Ich habe die App und ich habe auch diverses (virtuelles) Zubehör dafür gekauft, aber mir gefallen die unvorhersehbaren Ergebnisse nicht.
    Mit dem iPhone ist Schwarzweiß mein bevorzugte Art zu fotografieren.

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    1. Ulf Cronenberg Artikelautor

      Verstehe ich, man muss ein bisschen Erfahrung mit Hipstamatic haben, aber wenn man immer den gleichen Film verwendet, kennt man den irgendwie. Außerdem lassen sich seit Version 3 damit auch nachträglich die Fotos bearbeiten, so dass man dann schauen kann, ob einem das Ergebnis passt oder nicht. Kann nun quasi als eine Art Plugin verwendet werden …

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      1. Jörn

        Das mit dem nachträglichen Anwenden wusste ich noch nicht. Ich muss die App mal wieder installieren und neu gucken. Ich hab sie aktuell nicht mehr auf dem iPhone. Danke für den Tipp!

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  2. lichtbildwerkerin

    Coole Serie, Ulf! Ich wusste gar nicht, dass du Hipsta-Fotograf bist ;-), hätte ich nicht vermutet, gefällt mir aber sehr, da ich bekennender Hipsta-Fan bin. Nicht so sehr die bunten Bilder, aber umso mehr die s/w-Varianten. Welche Kombi hast du genutzt, bzw. welche Linse zu diesem Film? Leider liest LR die Kombis nicht mehr aus oder habe ich etwas übersehen in der neuen Version?
    Die Nachbearbeitung nutzte ich grundsätzlich nicht. Hipstas sind für mich der Gegenpol zur klassischen Fotografie. Schuss und fertig ist das Bild. Genau das liebe ich an der App :-).

    Berlin habe ich unlängst wie du erlebt. Die sozialen Kluften sind sehr präsent und es scheint dort mehr Obdachlose zu geben als hier in Hamburg. Aber auch eine größere Akzeptanz zwischen den „Gruppen“. Vielleicht haben Obdachlose in Berlin nicht so sehr das Bedürfnis sich zu verstecken. Aber das ist nur eine Vermutung, ich weiß es nicht.

    Liebe Grüße

    Conny

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    1. Ulf Cronenberg Artikelautor

      Danke, Conny, freut mich, dass dir die Fotos gefallen. Ja, ich lasse die Fotos auch immer gleich in Histamatic entwickeln und mache das nicht hinterher. Dafür hab ich aber auch viel Ausschuss … Aber letztendlich ist das mein größtes Foto-Erlebnis mit dem iPhone. Normale Bilder damit mache ich nur selten, ich finde sie einfach reizlos. Hipstamatic-Schwarzweiß-Fotos haben einfach dieses Analoge, das Leicht-Schmutzige, das ich mag. Ich nehme meist gar keine Linse bei „BlackKeys B + W“ – das ist mein Standard. Hast du eine Linsen-Empfehlung?

      Ich vermute übrigens, dass in Berlin die Obdachlosen nicht von der Polizei vertrieben werden und von daher präsenter sind. In andere Großstädten will man die Touri-Orte meist davon freihalten.

      Liebe Grüße zurück!
      Ulf

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