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Besprechungen von aktuellen Kinder- und Jugendbüchern

Letzte Buchbesprechungen

Buchbesprechung: Angela Mohr „Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen“

Cover Angela Mohr "Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen"Lesealter 14+(Arena-Verlag 2016, 309 Seiten)

Seit sie vier Jahre ist, stottert Angela Mohr – das kann man auf ihrer Webseite nachlesen. Aber statt daran zu verzweifeln, ist Angela Mohr daran gewachsen, und es ist beeindruckend, was sie in ihrem Leben schon alles auf die Beine gestellt hat. In „Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen“ spielt das Stottern auch eine Rolle, eine der beiden Hauptfiguren ist betroffen. Doch das ist letztendlich nicht das Hauptthema des Jugendromans.

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Jugendbuch-Geschenktipps für Weihnachten 2016

Weihnachten 2016Ab heute werden die Türchen des Adventskalenders wieder geöffnet, in den Städten stehen seit letztem Wochenende wieder Weihnachtsmärkte, die Weihnachtsbeleuchtung wurde schon in der Woche davor (zumindest hier in Würzburg) aufgehängt – all das ist ein sicherer Hinweis dafür, dass Weihnachten vor der Tür steht. Und damit taucht die essenzielle Frage auf: Was schenke ich Freunden und Verwandten? Jugendbücher sind jedenfalls immer eine gute Wahl …

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Buchbesprechung: Ruta Sepetys „Salz für die See“

Cover: Ruta Sepetys "Salz für die See"Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2016, 308 Seiten)

Die in den USA geborene und lebende Autorin Ruta Sepetys hat litauische Vorfahren, und als Schriftstellerin, die bisher gerne geschichtliche Themen behandelt hat, kommt das baltische Land dort öfter vor. Das gilt auch für „Salz für die See“, das Anfang 1945 spielt und das wohl tragischste Seeunglück aller Zeiten behandelt, das jedoch kaum jemand kennt. Die Wilhelm Gustloff, ein Schiff mit über 10.000 Flüchtenden an Bord, darunter viele Kinder und Verletzte, wurde auf der Fahrt von Gotenhafen nach Kiel von einem russischen U-Boot mit Torpedos beschossen und sank. Mehr als 9.000 Menschen starben …

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Buchbesprechung: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“

Cover: Julya Rabinowich „Dazwischen: Ich“Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2016, 255 Seiten)

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich das unscheinbare Bändchen mit dem zwar zum Inhalt passenden, für meinen Geschmack aber eher wenig werbewirksamen Cover gelesen hätte, wenn es nicht einen Zufall gegeben hätte. Jedenfalls saß ich auf der Buchmesse am Hanser-Stand und kurz bevor ich aufgestanden bin, wurde mir eine Frau vorgestellt, die die ganze Zeit mit am Tisch gesessen war. Und das war Julya Rabinowich. In ein paar Sätzen wurde mir dann erzählt, worum es in ihrem aktuellen Buch geht. Und deswegen hier nun die Buchbesprechung dazu …

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Buchbesprechung: Emiel de Wild „Brudergeheimnis“

Cover: Emiel de Wild „Brudergeheimnis"Lesealter 12+(Verlag Freies Geistesleben 2016, 202 Seiten)

Die diesjährige Frankfurter Buchmesse hatte den Landesschwerpunkt „Flandern und Niederlande“, und da passt das im Folgenden besprochene Buch gut dazu. Emiel de Wild ist nämlich Niederländer, und sein schon 2013 erschienener Jugendroman „Brudergeheimnis“ wurde in Holland mit zwei Preisen ausgezeichnet: dem Zilveren Griffel und dem Debuutprijs van de Jonge Jury. Ziemlich verwundert war ich, als ich erfahren habe, dass das Buch erst drei Jahre später auf Deutsch erschienen ist …

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Buchbesprechung: Marlene Röder „Cache“

Cover: Marlene Röder "Cache"Lesealter 13+(Fischer-Verlag 2016, 250 Seiten)

Fünf Jahre liegt das letzte Buch für Jugendliche von Marlene Röder zurück: die gelungene Kurzgeschichten-Sammlung „Melvin, mein Hund und die russischen Gurken“. Dazwischen gab es noch ein Kinder- und ein Bilderbuch und nun hat Marlene Röder endlich wieder einen Jugendroman geschrieben. Wie man in der Danksagung erfährt, hatte da Tilman Spreckelsen, Herausgeber der „Bücher mit dem Blauen Band“, die Finger mit im Spiel, denn in dieser Reihe ist „Cache“ erschienen. Übrigens, wer sich nicht sicher ist, was ein „Cache“ ist, der kann es hier im Wikipedia-Artikel nachlesen.

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Die Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2016: ein persönlicher Bericht von der Preisverleihung

Plakat Deutscher Jugendliteraturpreis 2016

Frankfurt am Main, Congress Center, Freitag 17.30 Uhr, kurz nach Mitte Oktober: Jedes Jahr trifft man Leute, die man ein Jahr lang nicht gesehen hat, weiß, dass man ihnen in ziemlich genau einem Jahr wieder begegnen wird. Die Bühne sieht eigentlich wie immer aus – ob die Farbmuster auf der Bühne genau die gleichen wie im letzten Jahr sind oder leicht abgewandelt wurden, ist nicht ganz klar. In jedem Fall fühlt man sich heimisch, aber eben auch wenig überrascht.

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Vierzehn“

Cover: Tamara Bach "Vierzehn"Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2016, 107 Seiten)

Ich war froh, als Tamara Bach 2012 mit „Was vom Sommer übrig ist“ nach ein paar Jahren Schaffenspause wieder auf der Bühne der Jugendliteratur erschienen war, denn die in Berlin lebende Autorin ist immer für ein besonderes Buch gut. „Vierzehn“ ist nun der dritte Jugendroman seit 2012, und immer waren es schmale Bändchen, die Tamara Bachs seitdem geschrieben hat – das ist auch diesmal so.

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Buchbesprechung: Steven Herrick „Wir beide wussten, es war was passiert“

Cover: Steven Herrick "Wir beide wussten, es war was passiert"Lesealter 14+(Thienemann-Verlag 2016, 205 Seiten)

Regentropfen, dazwischen ein Herz? Na, das Cover leitet einen mit dem Titel zusammen schon dahin, worum es geht: eine Liebesgeschichte. Wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht gelesen, wenn ich beim Reinblättern nicht auf die freien Verse, in denen das Buch geschrieben ist, gestoßen wäre. Neu ist die Idee nicht – es gibt immer wieder Jugendbücher, die in Versen ihre Geschichte erzählen. Ich mag die reduzierte Sprache, die damit meist verbunden ist, und deswegen habe ich Steven Herricks Roman auch gelesen. Übrigens: Steven Herrick ist Australier, und dort spielt auch sein Versroman.

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Buchbesprechung: David Levithan „Letztendlich geht es nur um dich“

Cover: David Levithan "Letztendlich geht es nur um dich"Lesealter 14+(Fischer-Verlag 2016, 381 Seiten)

David Levithans „Letztendlich sind wir dem Universum egal“, das vor zweieinhalb Jahren erschienen ist, war eines der ganz besonderen Bücher. Die Idee hinter dem Buch – eine Seele als Hauptfigur, die jeden Tag in einem anderen Körper steckt – war einfach grandios. Dass der Jugendroman 2015 von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, war dementsprechend zu erwarten, auch wenn das Buch aus meiner Sicht durchaus kleinere Schwächen hatte. Und nun ein Folgeband? Geht die Geschichte um A weiter? Nein, sie wird aus der Sicht von Rhiannon noch einmal erzählt …

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Buchbesprechung: Anders Johansen „Das schwarze Loch in mir“

Cover: Anders Johansen „Das schwarze Loch in mir“Lesealter 12+(Beltz & Gelberg-Verlag 2016, 295 Seiten)

Anders Johansen ist ein dänischer Autor, der anscheinend schon viele Bücher geschrieben hat, „Das schwarze Loch in mir“ ist jedoch, wenn ich richtig recherchiert habe, das erste Buch (im Original schon 2012 erschienen), das von ihm ins Deutsche übersetzt wurde. Zu dem Buch inspiriert wurde Johansen übrigens durch eine Reise auf die Färöer-Inseln, wo er über einen Berg in ein Dorf lief und durch einen neu erbauten Tunnel durch den Berg zurückging. Das Szenario findet man in dem Buch wieder, auch wenn die Insel und das Dorf einen anderen Namen tragen und somit fiktiv sind.

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Buchbesprechung: Mats Wahl „Sturmland – Die Reiter“

Cover Mats Wahl „Sturmland - Die Reiter"Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2016, 251 Seiten)

Ich glaube, ich habe so gut wie alle ins Deutsche übersetzten Bücher von Mats Wahl gelesen, und das sind über mehrere Jahrzehnte hinweg ziemlich viele gewesen. Bei der neue „Sturmland“-Reihe war ich jedoch erst einmal zurückhaltend und skeptisch: Will der schwedische Autor nun wirklich auch auf den dystopischen Zug aufspringen? „Die Tribute von Panem“ aus Schweden … Nachdem ich aber mehrfach Positives über den ersten Band gehört hatte, habe ich ihn mir vor zwei Tagen (just als Band 3 in den Buchhandel kam) geschnappt und hatte ihn in zwei Tagen durchgelesen. Bereut hab ich es nicht – das schon einmal vorab.

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Buchbesprechung: Bonnie-Sue Hitchcock „Der Geruch von Häusern anderer Leute“

Cover Bonnie-Sue Hitchcock "Der Geruch von Häusern anderer Leute"Lesealter 13+(Königskinder-Verlag 2016, 315 Seiten)

Was eine Exklave ist? Ich kannte den Begriff bisher nicht … In der Wikipedia wird Exklave im einleitenden Satz wie folgt erklärt: „Teil […] eines politischen Gebietes (Mutterland), das vom Rest des Gebietes durch Grenzen räumlich abgetrennt ist und ausschließlich über fremdes Gebiet zu erreichen ist.“ Alaska ist seit 1959 der 49. Bundesstaat der USA (übrigens der größte) und auf dem Landweg nur über Kanada zu erreichen, und dort spielt der Debütroman von Bonnie-Sue Hitchcock, die selbst in Alaska aufgewachsen ist.

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Kurzrezension: Matt De la Peña „Under Water“

Cover: Matt De la Peña "Under Water"Lesealter 13+(dtv 2016, 345 Seiten)

Das raffiniert gestaltete Cover zeigt schon, um was es in dem Buch gehen wird: Ein Schiff wird untergehen … Der Amerikaner Matt De la Peña ist nicht der erste, der sich an dem Thema versucht. Es gibt zahlreiche literarische und filmische Vorlagen zu dem Szenario, und die bekannteste heißt natürlich „Titanic“. Ob man sich als Autor einen Gefallen tut, ein so beliebtes Thema für ein Buch zu verwenden? Von Matt De la Peña heißt es übrigens, dass er kreatives Schreiben studiert hat.

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Kurzrezension: Patrick Ness „Das Morgen ist immer schon jetzt“

Patrick Ness " Das Morgen ist immer schon jetzt"Lesealter 13+(cbj 2016, 317 Seiten)

Es kommt selten vor, dass ich nach dem Lesen eines Buchs im Internet nach Rezensionen oder Bewertungen anderer schaue – aber bei Patrick Ness‘ neuem Jugendroman habe ich es getan. Lange habe ich auch überlegt, ob ich überhaupt eine Buchbesprechung schreiben soll. Der Grund dafür lag darin, dass ich manches in dem Buch einfach nicht verstanden habe – irgendwie peinlich, soll jedoch vorkommen … Am Ende habe ich mich aber doch dazu entschieden, etwas über das Buch zu schreiben.

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Buchbesprechung: Gabi Kreslehner „PaulaPaulTom ans Meer“

Cover Gabi Kreslehner „PaulaPaulTom ans Meer"Lesealter 14+(Tyorlia-Verlag 2016, 117 Seiten)

Die beiden bisherigen Jugendbücher („Charlottes Traum“ und „Und der Himmel rot“) von Gabi Kreslehner, die auch Romane und Krimis für Erwachsene schreibt, waren bei Beltz & Gelberg erschienen. Keine Ahnung, warum der neue Jugendroman nun bei einem anderen, mir bisher völlig unbekannten österreichischen Verlag erschienen ist. Man könnte spekulieren: Waren Gabi Kreslehners durchaus sperrige Romane nicht erfolgreich genug? Sperrigkeit hin oder her: Beltz & Gelberg hat eine Autorin ziehen lassen, die einen eigenen Stil hat und unvergleichliche Bücher schreibt … Wundersam auch, weil das Manuskript zu dem Buch 2014 mit dem Jugendliteraturpreis des Landes Steiermark ausgezeichnet worden war.

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Buchbesprechung: Carla Maia de Almeida „Bruder Wolf“

Cover: Carla Maia de Almeida "Bruder Wolf"Lesealter 11+(Fischer/Sauerländer-Verlag 2016, 173 Seiten)

Ein Kinderbuch aus dem Portugiesischen? Ich glaube, ich habe noch nie eines besprochen, und wahrscheinlich gibt es auch kaum welche, die ins Deutsche übersetzt wurden. Umso schöner, wenn ein portugiesisches Buch den Weg in deutsche Bücherregale findet – ich empfinde es jedenfalls als große Bereicherung, dass wir Bücher aus anderen Ländern und Kulturkreisen lesen können. Erwähnt werden sollte vielleicht schon hier außerdem, dass „Bruder Wolf“ reich illustriert ist – und zwar von Jorge Gonçalves, der wie die Autorin aus Portugal stammt.

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Buchbesprechung: Sally Nicholls „Wünsche sind für Versager“

Cover Sally Nicholls "Wünsche sind für Versager"Lesealter 13+(Hanser-Verlag 2016, 215 Seiten)

Die ersten beiden Bücher von Sally Nicholls habe ich gelesen, ihren letzten Jugendroman „Keiner kommt davon“ allerdings übersprungen. Zeit, also mal wieder ein Buch der britischen Autorin zu besprechen, die mit ihrem Debüt „Wie man unsterblich wird“ im Jahr 2008 sehr bekannt geworden war. Ich erinnere mich noch an die junge, fast unscheinbare Autorin, die damals auf der Frankfurter Buchmesse aus ihrem Erstlingswerk gelesen hat … Einige Zeit ist seitdem vergangen: Am 22. Juni wird Sally Nicholls 33 Jahre alt, und sie sieht auf dem Foto im Buchumschlag auch deutlich älter und reifer als damals aus.

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Buchbesprechung: Patrycja Spychalski „Heute sind wir Freunde“

Cover: Patrycja Spychalski "Heute sind wir Freunde"Lesealter 14+(cbt 2016, 321 Seiten)

„Heute sind wir Freunde“ ist das erste Jugendbuch von Patrycja Spychalski, das ich gelesen habe, obwohl sie schon einige geschrieben hat. In Polen geboren ist sie mit ihren Eltern im Alter von neun Jahren nach Berlin gezogen und arbeitet jenseits des Bücherschreibens in kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Die Idee, die hinter „Heute sind wir Freunde“ steht, ist nicht so ganz neu, aber trotzdem ist es immer wieder spannend, Bücher darüber zu lesen …

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Buchbesprechung: Dianne Touchell „Kleiner Wahn“

Cover: Dianne Touchell "Kleiner Wahn"Lesealter 15+(Königskinder-Verlag 2016, 267 Seiten)

Zwei große Auszeichnungen (Die besten 7 und Luchs des Monats – beide im Februar 2016) hat der Jugendroman „Kleiner Wahn“ der Australierin Dianne Touchell schon bekommen, und trotzdem habe ich mich eine Weile um das Buch, das schon seit einiger Zeit auf meinem Lesestapel lag, herumgedrückt. Es war das nicht unbedingt leichte Thema des Buchs, das mich etwas zögern hat lassen: Es geht um eine ungewollte Schwangerschaft, die tragisch endet – und ich wusste mehr über das Buch, als ich mit diesem Satz andeute … Eine vergnügliche Lektüre war also nicht zu erwarten – eher ein Thema, das einem an die Nieren gehen kann.

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