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Bestenliste (5 Punkte)

Buchbesprechung: Lauren Wolk „Das Jahr, in dem ich lügen lernte“

Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2017, 267 Seiten)

Ich mag das Cover dieses Buchs: hübsche Farben, ansprechende Gestaltung, auch wenn es vielleicht etwas kindlich für das doch alles in allem recht ernste Buch ist. Etwas Besonderes ist vor allem auch, dass das Layout im Inneren eine Fortsetzung erfährt: Jedes Kapitel wird auf der ersten Seite mit einer grauen Baumsilhouette verziert – solche Details sieht man in Büchern inzwischen leider selten. Mit „Das Jahr, in dem ich lügen lernte“ legt die Amerikanerin Lauren Wolk übrigens ihr Debüt vor – wer, wie ich, den Namen also nicht kennt, braucht sich nicht zu wundern.

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Buchbesprechung: Anna Woltz „Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte“

Lesealter 10+(Carlsen-Verlag 2016, 175 Seiten)

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal über Anna Woltz‘ „Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte“ gestolpert bin. Es war sicher nicht der Luchs im November 2016, den das Buch von Radio Bremen und der Wochenzeitung Die Zeit verliehen bekommen hat. Jedenfalls waren alle Besprechungen des Buchs, die ich gelesen habe, voll des Lobes, und so wollte ich mir eben auch ein Bild machen. Davon abgesehen: Es kann außerdem nicht schaden, wenn hier mal wieder ein Buch für jüngere Leser besprochen wird.

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Buchbesprechung: Erna Sassen „Komm mir nicht zu nah“

Lesealter 15+(Verlag Freies Geistesleben 2016, 174 Seiten)

Mit „Das hier ist kein Tagebuch“ war die Niederländerin Erna Sassen erst dieses Jahr für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden – bekommen hat den Preis dann jedoch jemand anderes. Gelesen habe ich das nominierte Buch – leider – nicht, mir nun aber zumindest Erna Sassens zweiten ins Deutsche übersetzten Jugendroman angeschaut. In letzter Zeit – das fällt mir auf – finden wieder recht viele Jugendbücher aus dem niederländischen Sprachraum (da gehört ja auch das belgische Flandern dazu) den Weg ins Deutsche – das war in den letzten 20 Jahren nicht immer so.

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Buchbesprechung: Ruta Sepetys „Salz für die See“

Cover: Ruta Sepetys "Salz für die See"Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2016, 308 Seiten)

Die in den USA geborene und lebende Autorin Ruta Sepetys hat litauische Vorfahren, und als Schriftstellerin, die bisher gerne geschichtliche Themen behandelt hat, kommt das baltische Land dort öfter vor. Das gilt auch für „Salz für die See“, das Anfang 1945 spielt und das wohl tragischste Seeunglück aller Zeiten behandelt, das jedoch kaum jemand kennt. Die Wilhelm Gustloff, ein Schiff mit über 10.000 Flüchtenden an Bord, darunter viele Kinder und Verletzte, wurde auf der Fahrt von Gotenhafen nach Kiel von einem russischen U-Boot mit Torpedos beschossen und sank. Mehr als 9.000 Menschen starben …

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Buchbesprechung: Emiel de Wild „Brudergeheimnis“

Cover: Emiel de Wild „Brudergeheimnis"Lesealter 12+(Verlag Freies Geistesleben 2016, 202 Seiten)

Die diesjährige Frankfurter Buchmesse hatte den Landesschwerpunkt „Flandern und Niederlande“, und da passt das im Folgenden besprochene Buch gut dazu. Emiel de Wild ist nämlich Niederländer, und sein schon 2013 erschienener Jugendroman „Brudergeheimnis“ wurde in Holland mit zwei Preisen ausgezeichnet: dem Zilveren Griffel und dem Debuutprijs van de Jonge Jury. Ziemlich verwundert war ich, als ich erfahren habe, dass das Buch erst drei Jahre später auf Deutsch erschienen ist …

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Buchbesprechung: Tamara Bach „Vierzehn“

Cover: Tamara Bach "Vierzehn"Lesealter 14+(Carlsen-Verlag 2016, 107 Seiten)

Ich war froh, als Tamara Bach 2012 mit „Was vom Sommer übrig ist“ nach ein paar Jahren Schaffenspause wieder auf der Bühne der Jugendliteratur erschienen war, denn die in Berlin lebende Autorin ist immer für ein besonderes Buch gut. „Vierzehn“ ist nun der dritte Jugendroman seit 2012, und immer waren es schmale Bändchen, die Tamara Bachs seitdem geschrieben hat – das ist auch diesmal so.

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Buchbesprechung: Mats Wahl „Sturmland – Die Reiter“

Cover Mats Wahl „Sturmland - Die Reiter"Lesealter 13+(Hanser-Verlag 2016, 251 Seiten)

Ich glaube, ich habe so gut wie alle ins Deutsche übersetzten Bücher von Mats Wahl gelesen, und das sind über mehrere Jahrzehnte hinweg ziemlich viele gewesen. Bei der neue „Sturmland“-Reihe war ich jedoch erst einmal zurückhaltend und skeptisch: Will der schwedische Autor nun wirklich auch auf den dystopischen Zug aufspringen? „Die Tribute von Panem“ aus Schweden … Nachdem ich aber mehrfach Positives über den ersten Band gehört hatte, habe ich ihn mir vor zwei Tagen (just als Band 3 in den Buchhandel kam) geschnappt und hatte ihn in zwei Tagen durchgelesen. Bereut hab ich es nicht – das schon einmal vorab.

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Buchbesprechung: Bonnie-Sue Hitchcock „Der Geruch von Häusern anderer Leute“

Cover Bonnie-Sue Hitchcock "Der Geruch von Häusern anderer Leute"Lesealter 13+(Königskinder-Verlag 2016, 315 Seiten)

Was eine Exklave ist? Ich kannte den Begriff bisher nicht … In der Wikipedia wird Exklave im einleitenden Satz wie folgt erklärt: „Teil […] eines politischen Gebietes (Mutterland), das vom Rest des Gebietes durch Grenzen räumlich abgetrennt ist und ausschließlich über fremdes Gebiet zu erreichen ist.“ Alaska ist seit 1959 der 49. Bundesstaat der USA (übrigens der größte) und auf dem Landweg nur über Kanada zu erreichen, und dort spielt der Debütroman von Bonnie-Sue Hitchcock, die selbst in Alaska aufgewachsen ist.

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Buchbesprechung: Carla Maia de Almeida „Bruder Wolf“

Cover: Carla Maia de Almeida "Bruder Wolf"Lesealter 11+(Fischer/Sauerländer-Verlag 2016, 173 Seiten)

Ein Kinderbuch aus dem Portugiesischen? Ich glaube, ich habe noch nie eines besprochen, und wahrscheinlich gibt es auch kaum welche, die ins Deutsche übersetzt wurden. Umso schöner, wenn ein portugiesisches Buch den Weg in deutsche Bücherregale findet – ich empfinde es jedenfalls als große Bereicherung, dass wir Bücher aus anderen Ländern und Kulturkreisen lesen können. Erwähnt werden sollte vielleicht schon hier außerdem, dass „Bruder Wolf“ reich illustriert ist – und zwar von Jorge Gonçalves, der wie die Autorin aus Portugal stammt.

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Buchbesprechung: Patrycja Spychalski „Heute sind wir Freunde“

Cover: Patrycja Spychalski "Heute sind wir Freunde"Lesealter 14+(cbt 2016, 321 Seiten)

„Heute sind wir Freunde“ ist das erste Jugendbuch von Patrycja Spychalski, das ich gelesen habe, obwohl sie schon einige geschrieben hat. In Polen geboren ist sie mit ihren Eltern im Alter von neun Jahren nach Berlin gezogen und arbeitet jenseits des Bücherschreibens in kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Die Idee, die hinter „Heute sind wir Freunde“ steht, ist nicht so ganz neu, aber trotzdem ist es immer wieder spannend, Bücher darüber zu lesen …

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Buchbesprechung: Dianne Touchell „Kleiner Wahn“

Cover: Dianne Touchell "Kleiner Wahn"Lesealter 15+(Königskinder-Verlag 2016, 267 Seiten)

Zwei große Auszeichnungen (Die besten 7 und Luchs des Monats – beide im Februar 2016) hat der Jugendroman „Kleiner Wahn“ der Australierin Dianne Touchell schon bekommen, und trotzdem habe ich mich eine Weile um das Buch, das schon seit einiger Zeit auf meinem Lesestapel lag, herumgedrückt. Es war das nicht unbedingt leichte Thema des Buchs, das mich etwas zögern hat lassen: Es geht um eine ungewollte Schwangerschaft, die tragisch endet – und ich wusste mehr über das Buch, als ich mit diesem Satz andeute … Eine vergnügliche Lektüre war also nicht zu erwarten – eher ein Thema, das einem an die Nieren gehen kann.

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Buchbesprechung: Nils Mohl „Zeit für Astronauten“

Cover: Nils Mohl "Zeit für Astronauten"Lesealter 16+(Rowohlt rotfuchs 2016, 423 Seiten)

Ein bisschen Geduld war geboten: Ziemlich genau fünf Jahre nach Band 1 „Es war einmal Indianerland“ ist nun der letzte Teil der Stadtrand-Trilogie von Nils Mohl erschienen: „Zeit für Astronauten“ – von mir heiß ersehnt. Mit „Mogel“ gab es immerhin zwischen Band 2 und 3 einen kleinen Zwischenhappen. Aus etwas mehr als 1450 Seiten besteht die Trilogie übrigens, wenn man alle drei Bände zusammennimmt, und zusammengehalten werden sie davon, dass ihre wechselnden, zum Teil wiederkehrenden Figuren aus einer fiktiven Hochhaussiedlung kommen, die mit dem Hamburger Jenfeld einige Ähnlichkeiten hat.

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Buchbesprechung: Que Du Luu „Im Jahr des Affen“

Cover: Que Du Luu "Im Jahr des Affen"Lesealter 14+(Königskinder-Verlag 2016, 285 Seiten)

Fünf Jahre ist es her, dass der letzte (Jugend-)Roman von Que Du Luu erschienen ist. „Vielleicht will ich alles“ war ein Buch, das mir damals richtig gut gefallen hat. Als vor zwei Wochen das neue Buch der in Deutschland lebenden, in Vietnam als Chinesin geborenen Autorin ausgeliefert wurde, wollte ich es mir sofort anschauen. „Im Jahr des Affen“ ist – das vorab – ein Buch, in das Que Du Luu wahrscheinlich auch einiges Persönliche aufgenommen hat.

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Buchbesprechung: David Klass „Siegen kann tödlich sein“

Cover: David Klass "Siegen kann tödlich sein"Lesealter 13+(Verlag Freies Geistesleben 2015, 232 Seiten)

David Klass war früher einer meiner Lieblings-Jugendbuchautoren – doch dann hatte er sich mit „Feuerquell“ etwas mehr dem Mainstream gewidmet, und ich habe ihn dann aus dem Augen verloren. Eher durch Zufall habe ich vor ein paar Wochen mitbekommen, dass David Klass ein neues Buch veröffentlicht hat, und Cover, Titel und Inhaltsbeschreibung klangen interessant, auch wenn ich selbst kein Schachspieler bin. Eine gute Gelegenheit jedenfalls, einem altbekannten Autor mal wieder zu begegnen …

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Buchbesprechung: Holly Goldberg Sloan „Glück ist eine Gleichung mit 7“

goldberg_sloan_7Lesealter 12+(Hanser-Verlag 2015, 300 Seiten)

Ein hübsches Cover ziert diesen Jugendroman, und das, was darauf zu sehen ist, ist auch Programm: „Glück ist eine Gleichung mit 7“ handelt von einem Mädchen, das anders als andere ist, das gegen den Strom schwimmt und mit einem Schicksalsschlag zurechtkommen muss. Die Amerikanerin Holly Goldberg Sloan hat früher vor allem als Regisseurin und Drehbuchautorin gearbeitet, aber auch schon andere Jugendbücher veröffentlicht. Allerdings hatte ich davon bisher keines in den Händen.

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Buchbesprechung: Lilli Thal „Die Puppenspieler von Flore“

thal_puppenspielerLesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2015, 476 Seiten)

Obwohl Lilli Thal bereits einige ausgezeichnete Jugendromane geschrieben hat, habe ich noch kein Buch der deutschen Autorin gelesen – „Die Puppenspieler von Flore“, das ich wärmstens ans Herz gelegt bekommen habe, war also meine Erstbegegnung mit der Autorin. Der Titel gibt, finde ich, nicht so wirklich wieder, um was es in dem Buch geht. Man erwartet am ehesten ein Kinder- oder Fantasybuch, aber beides ist Lilli Thals Roman nicht. Wenn man den Roman schon in eine Kategorie einordnen wollte, dann würde ich ihn am ehesten als Dystopie, die in einer anderen Welt spielt, bezeichnen.

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Buchbesprechung: Sarah N. Harvey „Drei kleine Wörter“

harvey_woerterLesealter 12+(dtv 2015, 252 Seiten)

Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren“, der erste Jugendroman der Kanadierin Sarah N. Harvey, war ein ernstes wie humorvolles Buch – ein großartiger Roman über einen dement werdenden Großvater, der von seinem Enkel anfangs wider Willen gepflegt wird. Nun liegt mit „Drei kleine Wörter“ das zweite Jugendbuch von Harvey vor – im Vergleich zu „Arthur“ nicht unbedingt ein Blickfang, auch wenn das Cover gut zur Geschichte passt. Da musste mir auch erst mal jemand sagen, dass das ein tolles Buch ist, bevor ich es zu lesen angefangen habe …

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Buchbesprechung: Hanna Jansen „Über tausend Hügel wandere ich mit dir“

jansen_huegelLesealter 15+(Peter-Hammer-Verlag 2015, 289 Seiten)

„Über tausend Hügel wandere ich mit dir“ ist inhaltlich kein ganz neues Buch, denn bereits 2002 ist unter gleichem Titel ein Jugendroman von Hanna Jansen erschienen, der wie das vorliegende Buch die Geschichte des Mädchens Jeanne während des Völkermords in Ruanda erzählt. Das Buch damals machte die Autorin und ihre Adoptivtochter aus Ruanda ziemlich berühmt, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und in anderen Ländern fast noch positiver als in Deutschland aufgenommen. Das jetzt 2015 im Peter-Hammer-Verlag erschienene Werk ist kein reines Jugendbuch mehr, es stellt eine auch für Erwachsene gedachte Überarbeitung des damals im Thienemann-Verlag herausgegebenen Jugendromans dar.

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Buchbesprechung: Tom Leveen „Ich hätte es wissen müssen“

leveen_wissenLesealter 14+(Hanser-Verlag 2015, 207 Seiten)

In den letzten Jahren wurden zunehmend mehr Bücher veröffentlicht, in denen es um Cybermobbing geht – das ist unter Jugendlichen allerdings auch ein großes Thema geworden. Tom Leveens Jugendroman „Ich hätte es wissen müssen“ handelt auch davon, allerdings nicht aus Opfersicht, sondern es geht darum, wie ein Mädchen, das mitgemacht hat und mit den schlimmen Folgen ihres Tuns zu leben hat, damit zurechtzukommen versucht. Eine mal andere Sichtweise, die der amerikanische Autor da zu Papier gebracht hat …

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Buchbesprechung: Erin Jade Lange „Halbe Helden“

lange_heldenLesealter 13+(Magellan-Verlag 2015, 331 Seiten)

Erin Jade Langes Debütroman „Butter“ war ein gelungenes Jugendbuch, weil es auf tragikomische Art und Weise die Möglichkeiten, über soziale Netzwerke Aufmerksamkeit zu bekommen, auf die Spitze getrieben hat. Nun liegt in anderem Verlag der zweite Jugendroman der noch recht jungen Amerikanerin vor: „Halbe Helden“ – was für ein toller Titel, der allerdings nicht aus dem Englischen übernommen wurde, wo das Buch „Dead Ends“ heißt.

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