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Schlagwort Archiv: Abenteuer

Kurzrezension: Eoin Colfer „WARP – Der Klunkerfischer“

colfer_warp_klunkerfischerLesealter 13+(Loewe-Verlag 2015, 388 Seiten)

Eoin Colfer mag nicht immer die thematisch anspruchsvollsten Jugendromane schreiben, aber irgendwie habe ich den irischen Autor dennoch ins Herz geschlossen. Das liegt vor allem an der vor Ideen sprühenden Schreibweise, mit der der Autor mit Augenzwinkern etwas bizarre Action-Abenteuer unters Volk bringt. Mit seiner Artemis-Fowl-Reihe hat Colfer sicher manchen Jungen, der als Lesemuffel gilt, an Bücher herangeführt – und nachdem der hochbegabte Artemis Fowl vernünftig und erwachsen geworden ist, treibt nun das Gespann aus Riley und Chevie in der „WARP“-Reihe ihr Unwesen.

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Buchbesprechung: Holly-Jane Rahlens „Blätterrauschen“

rahlens_blaetterrauschenLesealter 11+(rowohlt rotfuchs 2015, 315 Seiten)

Everlasting“ hieß der vor ca. drei Jahren erschienene Zukunftsroman der in Berlin lebenden Amerikanerin Holly-Jane Rahlens – ein sehr unterhaltsames Buch, eher für ältere Jugendiche. Mit „Blätterrauschen“ gibt es nun einen Abenteuerroman, der ebenfalls in der Zukunft spielt und in manchem ein ähnliches Szenario wie in „Everlasting“ hat, jedoch für eine jüngere Zielgruppe geschrieben ist. Auch hier geht es um eine Zeitreise, diesmal aber von drei Kindern.

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Buchbesprechung: Dirk Reinhardt „Train Kids“

reinhardt_trainLesealter 13+(Gerstenberg-Verlag 2015, 311 Seiten)

Es ist ein Drama, was sich jeden Tag an der Grenze zwischen Mexiko und den USA abspielt. Tausende Menschen wollen ins „gelobte Land“, um Geld zu verdienen – nur die wenigstens schaffen es, die meisten werden gefangen genommen (wenn sie nicht sogar dabei sterben) und wieder in ihr Heimatland abgeschoben. Dass dahinter nicht nur ein Tag, sondern oft eine wochen- oder monatelange Tragödie steht, zeigt Dirk Reinhardts Jugendroman. In dem Buch wird nämlich der lange und beschwerliche Weg beschrieben, wie fünf Jugendliche aus Guatemala (das südlich von Mexiko liegt) illegal in die USA kommen wollen. Kein Sachbuch, aber ein Roman, dem einige Recherchen zugrunde liegen. Aber dazu später mehr.

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Buchbesprechung: Andrea Rings „Parkour – Nur die Wahrheit ist unbezwingbar“

rings_parkourLesealter 13+(Chicken House 2014, 391 Seiten)

Der Goldene Pick ist ein Manuskript-Wettbewerb von FAZ und Chicken House, einem Ableger des Carlsen-Verlags. Seit dem Jahr 2010 wird der Preis verliehen und mit ihm sollen – das ist das Ziel – neue Autorentalente im Bereich der Jugendliteratur gefunden und unterstützt werden. Das von der Jury jedes Jahr ausgewählte Manuskript wird dann bei Chicken House verlegt. 2013 hat den Preis Andrea Rings erhalten, und ihr Manuskript ist nun unter dem Titel „Parkour“ als Buch erschienen. Was den Titel angeht, konnte ich mir wenig darunter vorstellen, aber ich habe einfach mal reingelesen und bin hängen geblieben, obwohl „Parkour“ nicht unbedingt zu meiner bevorzugten Art von Jugendbüchern gehört. Dazu später mehr …

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Buchbesprechung: Eoin Colfer „WARP – Der Quantenzauberer“

colfer_warp_1Lesealter 12+(Loewe-Verlag 2014, 347 Seiten)

„Artemis Fowl“ hat das Zeitliche gesegnet – nach acht Bänden (der letzte trug den Titel „Das magische Tor“) war das aber vielleicht auch besser so, bevor sich die Serie gänzlich totläuft. Dass Eoin Colfer weiterhin Kinder- und Jugendbücher schreiben wird, davon war auszugehen, und mit „WARP“ schickt er eine neue Reihe, deren erster Band nun erschienen ist, ins Rennen. Um was es diesmal geht? Um Zeitreisen … Kein neues Thema, aber eines, bei dem ich gespannt war, wie Eoin Colfer es meistern würde.

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Buchbesprechung: Frank M. Reifenberg & Gina Mayer „Die Schattenband legt los!“

reifenberg_schattenbande_1Lesealter 10+(Bloomoon-Verlag 2014, 235 Seiten)

Da haben sich zwei Autoren zusammengetan und ein Buch für Kinder geschrieben: Frank Maria Reifenberg und Gina Mayer. Beide sind sicher einigen Jugendbuchlesern bekannt und waren als Einzelautoren in den letzten Jahren vor allem im Thriller-Metier unterwegs, sie haben aber immer auch noch anderes geschrieben (Gina Mayer z. B. Erwachsenenromane).

Mit „Die Schattenbande legt los!“ beginnt eine Reihe mit vier Kindern als Hauptfiguren, die in Berlin um das Jahr 1930 herum (genau wird das, sofern ich da nichts überlesen habe, nicht benannt) in städtische Abenteuer verwickelt werden. Im Band 1 geht es gleich voll zur Sache: Die Schattenbande wird in einen Mordfall verwickelt.

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Kurzrezension: Eoin Colfer „Artemis Fowl – Das magische Tor“

colfer_artemis_8Lesealter 10+(List-Verlag 2013, 331 Seiten)

Über viele Jahre hinweg haben mich die Artemis-Fowl-Bücher begleitet, und zwar von Anfang an. Band 1 ist 2001 erschienen, und ich habe ihn damals auch gelesen. 12 Jahre später schickt Eoin Colfer seinen hochbegabten, hybrisch veranlagten Helden mit Band 8 in den Ruhestand. Das ist irgendwie schade – aber irgendwann sollten Reihen eben auch ihr Ende finden, will man nicht zu den „Drei ???“ werden.

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Buchbesprechung: Timothée de Fombelle „Vango – Prinz ohne Königreich“

Cover de FombelleLesealter 12+(Gerstenberg-Verlag 2012, 412 Seiten)

Da ist er nun, der zweite Band von Timothée de Fombelles „Vango“. Für den ersten Band seines Abenteuerromans mit dem Untertitel „Zwischen Himmel und Erde“ hat der französische Autor viele positive Kritiken bekommen: Nicht nur dass das Buch in Zeitungen und Zeitschriften lobend besprochen wurde, der Jugendroman wurde außerdem in der Sparte Jugendbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Die Geschichte um Vango findet nun in Band 2 ihr Ende – also mal keine Trilogie, wie das sonst viele Autoren machen …

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Kurzrezension: Thomas Thiemeyer „Das verbotene Eden. David und Juna“

Cover Thomas ThiemeyerLesealter 12+(PAN-Verlag 2011, 460 Seiten)

Thomas Thiemeyers Buch hatte ich schon einmal vor einem guten halben Jahr angefangen, dann aber keine Zeit gefunden, es weiterzulesen. Jetzt im Urlaub wollte ich dann mal wieder was anderes lesen, und deswegen habe ich auf „Das verbotene Eden“ zurückgegriffen. Das Buch ist letztendlich ein düsterer Science-Fiction-Roman, der ein ganz eigenwilliges Szenario hat.

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Buchbesprechung: Suzanne Collins „Die Tribute von Panem. Flammender Zorn“

Cover Suzanne CollinsLesealter 13+(Oetinger-Verlag 2011, 428 Seiten)

Bei meinen Schülern einer 6. Klasse zirkulierte Band 3 von „Die Tribute von Panem“ mit dem Titel „Flammender Zorn“ kurz nach Erscheinen – es hat nicht lange gedauert, bis die Fans der Reihe das Buch verschlungen hatten. Zugegeben: Bei mir lag er wirklich lange auf meinem Bücherstapel. Aber ich hatte im letzten dreiviertel Jahr einfach immer anderes in meiner sowieso knapp bemessenen Zeit zu lesen … Und manchmal ist es ja auch gut, mit etwas Abstand auf Titel zu gucken – wenn der erste große Hype vorbei ist. Immerhin habe ich es jetzt aber doch noch geschafft. Und hier ist die Buchbesprechung zum Abschlussband der Trilogie.

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Kurzrezension: Caragh O’Brien „Die Stadt der verschwundenen Kinder“

Cover Caragh O'BrienLesealter 12+(Heyne fliegt-Verlag 2011, 464 Seiten)

Distopien sind zweifelsohne in. Erst die letzte Buchbesprechung vor ein paar Tagen (Daniel Höras „Das Ende der Welt“) hat ein düsteres Zukunftsszenario entworfen, und Caragh O‘Brien hat mit „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ etwas Ähnliches vorgelegt: Beiden Büchern liegt eine nicht näher benannte Umweltkatastrophe zugrunde, die das Leben der Menschen auf den Kopf gestellt hat. Caragh O‘Briens Buch ist dabei jedoch weniger düster als das von Daniel Höra – das schon einmal vorab.

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Buchbesprechung: Andy Mulligan „Trash“

Cover Andy MulliganLesealter 11+(rororo rotfuchs 2011, 251 Seiten)

Was man da auf dem Buchcover sieht, ist nicht die dampfende Erde eines Vulkans, sondern sind Müllberge, auf denen zwei Jungen nach verwertbaren Gegenständen suchen. Viele Kinder und Jugendliche in den Entwicklungsländern leben davon, Mülldeponien zu durchwühlen und gefundene Dinge zu verkaufen.

Andy Mulligans Jugendroman „Trash“ handelt von drei Jungen, die unter solch schlimmen Umständen über die Runden zu kommen versuchen, und die Drei werden in ein gefährliches Abenteuer hineingezogen.

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Buchbesprechung: Timothée de Fombelle „Vango – Zwischen Himmel und Erde“

Cover Timothée de FombelleLesealter 12+(Gerstenberg-Verlag 2011, 390 Seiten)

Das Buchcover von Timothée de Fombelles neuestem Buch sieht so richtig nach Abenteuer aus: Vulkane, der Eiffelturm, ein Zeppelin und ein Junge an einem Kletterseil sind zu sehen. Ja, und ein Abenteuerbuch ist „Vango – Zwischen Himmel und Erde“ zweifelsohne auch – aber dazu später mehr.

In Frankreich erscheint Anfang Oktober diesen Jahres bereits Band 2 von „Vango“ – in Deutschland müssen wir wohl noch ein Jahr länger darauf warten. Ob man sich auf die Fortsetzung der Geschichte freuen darf, erfahrt ihr weiter unten …

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Buchbesprechung: John Boyne „Der Schiffsjunge“

Cover John BoyneLesealter 13+(Fischer-Verlag 2011, 638 Seiten)

„Die Meuterei auf der Bounty“ ist ein Filmklassiker, den die meisten Jugendlichen heute nicht kennen dürften. Zugrunde liegt ihm eine eine eher wenig bekannte Buch-Trilogie, und insgesamt fünf Mal wurde der Filmstoff auf Zelluloid gebannt (die erste Stummfilmfassung von 1916 gilt jedoch als verschollen). Sicher habe ich einen der Filme auch einmal gesehen, doch allzu viel weiß ich von der Handlung nicht mehr.

Nun hat John Boyne (der Autor von „Der Junge mit dem gestreiften Pyjama“) den Versuch unternommen, die Geschichte neu aufleben zu lassen – und zwar als Jugendbuch, indem er einen Schiffsjungen von den Vorkommnissen erzählen lässt. Zunächst hatte ich das Buch seines Umfangs wegen liegen lassen, doch nach den vielen begeisterten Rezensionen habe ich nun die Sommerferien genutzt, die knapp 650 Seiten in Angriff zu nehmen.

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Kurzrezension: Eoin Colfer „Artemis Fowl – Der Atlantis-Komplex“

Cover Eoin Colfer - Atlantis-KomplexLesealter 10+(List-Verlag 2011, 335 Seiten)

Alle zwei Jahre ein neues Artemis-Fowl-Buch – darauf pendelt es sich ein … „Der Atlantis-Komplex“ ist, wenn ich richtig gezählt habe, der siebte Streich des genialen jugendlichen Kriminellen, der allerdings jeden Band etwas mehr von seinen dunklen Machenschaften abrückt und inzwischen fast geläutert ist.

Die Kinderbücher von Eoin Colfer haben immer ihren ganz eigenen Reiz – das gilt insbesondere für die Artemis-Fowl-Bände, denn sie vereinen Witz und Spannung, so dass sie vor allem von Jungen gerne gelesen werden. Aber selbst als Erwachsener hatte ich bisher immer meinen Spaß mit Eoin Colfers Büchern. Ob das auch für Band 7 gelten würde?

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Buchbesprechung: Annika Thor „Entscheide dich!“

Cover Annika ThorLesealter 14+(Beltz & Gelberg-Verlag 2010, 172 Seiten)

Es gibt Jugendromane, die lasse ich zunächst einmal liegen, weil mich das Buchcover nicht sonderlich zum Lesen animiert. Klar, das ist wirklich kein sinnvolles Entscheidungskriterium – und manchmal entgehen einem deswegen gute Bücher. Bei Annika Thors „Entscheide dich!“ ist genau das passiert: Das Cover ist meiner Meinung nach hausbacken – das Buch, wie ich jetzt sagen kann, ist es aber beileibe nicht. Übrigens ist das der zweite Titel von Beltz & Gelberg in diesem Jahr, bei dem es mir so gegangen ist: Auch bei Stephan Knösels „Echte Cowboys“ finde ich die Cover-Gestaltung schrecklich, während mir das Buch sehr gut gefallen hat.

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Buchbesprechung: Roddy Doyle “Wildnis”

Cover DoyleLesealter 14+(cbj-Verlag 2010, 206 Seiten)

Erst vor kurzem hat „Wildnis“ vom irischen Schriftsteller Roddy Doyle den Luchs der Wochenzeitung Die Zeit und von Radio Bremen bekommen (den Artikel dazu findet ihr hier). Entsprechend gespannt war ich auf das Buch. Dass der Jugendroman von Andreas Steinhöfel übersetzt wurde, kann man ja durchaus auch schon vorab als ein gewisses Qualitätsmerkmal ansehen.

Der Titel „Wildnis“ und das Buchcover zeigen auch gleich, worum es in dem Buch hauptsächlich geht: Roddy Doyle hat einen Abenteuerroman geschrieben, der jedoch noch einiges mehr beinhaltet …

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Buchbesprechung: Lian Hearn “Die Weite des Himmels”

Cover HearnLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2009, 697 Seiten)

Hups, da war ich noch mitten im Lesen und dachte, dass ich noch 50 Seiten vor mir hätte, als Lian Hearns „Die Weite des Himmels“ plötzlich zu Ende war. Der Grund dafür war, dass sich auf den letzten 50 Seiten zunächst ein Personenregister und dann ein Auszug aus „Das Schwert in der Stille“ (Band 1 der Otori-Saga) befinden.

Mit „Die Weite des Himmels“, der als Band 0 gezählt wird, hat Lian Hearn wohl endgültig ihre Otori-Reihe, die in einem erfundenen feudalen Japan spielt und aus drei Hauptbänden sowie Band 4 (“Der Ruf des Reihers”) besteht, abgeschlossen. Im vorliegenden Band wird nun die Vorgeschichte um Takeos Vater Lord Otori Shigeru erzählt.

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Buchbesprechung: Erik L’Homme “Phænomen”

Cover L'HommeLesealter 14+(Jacoby & Stuart-Verlag 2009, 520 Seiten)

Jugendbücher aus Frankreich findet man in der deutschen Literaturlandschaft eher selten … “Phænomen” von Erik L’Homme ist eines der wenigen Bücher, das den Weg in die deutschen Bücherregale gefunden hat – und zwar über den Verlag „Stuart & Jacoby“, der erst Anfang 2008 gegründet wurde und nun auch erste Jugendbücher in sein Programm genommen hat.

Erik L’Homme ist gut 40 Jahre alt, hat bereits eine Trilogie unter dem Titel „Das Buch der Sterne“ geschrieben und ist außerdem viel in der Welt herumgereist – und das kommt ihm für sein Buch (dazu gleich mehr) auch zugute …

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Buchbesprechung: Andreas Steinhöfel “Rico, Oskar und das Herzgebreche”

Cover SteinhöfelLesealter 10+(Carlsen-Verlag 2009, 269 Seiten)

Ja, mit Fortsetzungen ist das immer so eine Sache … Nimmt man z. B. die „Kurzhosengang„, an der Andreas Steinhöfel ja mitgeschrieben hat, so war da Band 2 eher enttäuschend. Und dennoch habe ich mich gefreut, dass es von „Rico, Oskar und die Tieferschatten„, das schon so einige Preise eingeheimst hat (darunter auch die Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009) nun einen zweiten Band gibt: „Rico, Oskar und das Herzgebreche“. Ein seltsamer, aber das Interesse weckender Titel …

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