Jugendbuchtipps.de

Schlagwort Archiv: DDR

Buchbesprechung: Dorit Linke „Jenseits der blauen Grenze“

linke_grenzeLesealter 14+(Magellan-Verlag 2014, 299 Seiten)

Jedes Jahr werden im März auf der Leipziger Buchmesse sechs Jugendromane, die im Vorjahr erstmals auf Deutsch erschienen sind, für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Von den sechs in diesem Frühjahr nominierten Titeln hatte ich immerhin vier gelesen und besprochen – es gab schon Jahre, wo ich weniger der ausgewählten Bücher kannte. Ein Weilchen habe ich gezögert, nun aber doch beschlossen, mir die beiden fehlenden Jugendromane noch anzuschauen, und begonnen habe ich mit Dorit Linkes Roman „Jenseits der blauen Grenze“, einem Roman, der davon handelt, dass zwei Jugendliche aus der DDR fliehen wollen.

(mehr …)

Buchbesprechung: Frank M. Reifenberg „Unsichtbare Blicke“

Cover Frank M. ReifenbergLesealter 15+(rororo 2012, 394 Seiten)

Landeplatz der Engel“ von Frank Maria Reifenberg war – auch wenn es (leider) kein richtiger Verkaufsschlager war – eines der Jugendbücher der letzten Jahre, die mir mit am besten gefallen haben. Aus diesem Grund habe ich es auch bedauert, dass von dem in Köln lebenden Autor in den letzten Jahren kein neuer Jugendroman veröffentlicht wurde … Doch nun ist das Warten vorbei. „Unsichtbare Blicke” heißt der neue Roman von Frank M. Reifenberg, und hinter dem einfachen, aber eindrücklichen Cover verbirgt sich ein eine Mischung aus Krimi und Thriller.

(mehr …)

Buchbesprechung: Grit Poppe “Weggesperrt”

Cover PoppeLesealter 13+(Dressler-Verlag 2009, 320 Seiten)

20 Jahre ist der Fall der Mauer um Berlin und die DDR nun ziemlich genau her, und ein paar Bücher, die sich der Thematik angenommen haben, sind in diesem Jahr erschienen – z. B. Holly-Jane Rahlens‘ „Mauerblümchen”. „Weggesperrt“ ist Grit Poppes erstes Jugendbuch – die frühere Journalistin hat bisher nur Kinderbücher und Bücher für Erwachsene veröffentlicht. Mit ihrem Buch im Dressler-Verlag will die Autorin an die schlimmen Zustände in DDR-Kinder- und Jugendheimen erinnern.

(mehr …)

Kurzrezension: Petra Kasch “Bye-bye, Berlin”

Cover KaschLesealter 12+(Ravensburger-Verlag 2009, 256 Seiten)

20 Jahre ist es her, dass die Mauer zwischen West- und Ost-Deutschland bzw. West- und Ost-Berlin geöffnet wurde, und zu diesem Jubiläum gibt es auch ein paar Bücher, die sich dem Thema widmen. Petra Kaschs Buch „Bye-bye, Berlin“ schildert nicht direkt die Zeit der Mauer- und Grenzöffnung, sondern spielt im Jahr 1995, thematisiert aber die Folgen der Wiedervereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland. Es wird vom Schicksal einer Familie erzählt, die nach der Maueröffnung nicht wieder so richtig Tritt gefasst und mit den Folgen der Wiedervereinigung zu kämpfen hat.

(mehr …)

Buchbesprechung: Holly-Jane Rahlens “Mauerblümchen”

Cover RahlensLesealter 13+(Rowohlt-Verlag 2009, 157 Seiten)

Den Begriff „Ketwurst“ kennt wohl nur, wer in der DDR aufgewachsen ist – oder eben ein Leser von Holly-Jane Rahlens neuem Jugendbuch „Mauerblümchen“. Dass eine Amerikanerin, die freilich schon einige Jahrzehnte in Berlin lebt, ein Buch über den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung schreibt, ist schon etwas ungewöhnlich. Und wie Holly-Jane Rahlens im Nachwort meint, musste sie vom Verlag auch eine Zeitlang „geschoben“ werden, um sich auf das Vorhaben einzulassen. Aber vielleicht ist es ja auch gar nicht schlecht, wenn dieses Thema mit einer gewissen Distanz aufgegriffen wird …

(mehr …)

Buchbesprechung: Nadia Budde “Such dir was aus, aber beeil dich!”

Cover BuddeLesealter 14+(Fischer-Verlag 2009, 192 Seiten)

In den Presseinformationen des Fischer-Verlags steht, dass Nadia Budde in Berlin geboren wurde – aber die Autorin ist wohl, wenn man es genau nimmt, in Ost-Berlin aufgewachsen sein, denn in „Such dir was aus, aber beeil dich!“ handeln viele Episoden vom Leben in der DDR.

Das Buch trägt den Untertitel „Kindsein in zehn Kapiteln“, und als Absolventin der Kunsthochschule hat Nadia Budde nicht nur Texte verfasst, sondern alles ist in einer Art Comic-Stil mit Sprechblasen und Bildüber- und -unterschriften illustriert.

(mehr …)

Buchbesprechung: Steffen Lüddemann „50 Hertz gegen Stalin“

Cover LüddemannLesealter 13+(Sauerländer-Verlag 2007, 264 Seiten)

„50 Hertz gegen Stalin“ ist ein Roman, der zur Zeit der DDR-Entstehung spielt. Steffen Lüddemann, der 1962 in Leipzig geboren wurde, arbeitet eigentlich als freier Rundfunk- und Fernsehautor und hatte einen Dokumentarfilm über ein Geschehnis in der DDR 1949/50 gedreht. Doch der Stoff um Joachim Cornelsen, der auf einer wahren Begebenheit beruht, hat ihn nicht losgelassen, so dass er schließlich auch noch ein Jugendbuch darüber geschrieben hat. Das Buch vereint sowohl Fakten über das, was damals passiert ist, als auch fiktive Elemente.

(mehr …)