Jugendbuchtipps.de

Schlagwort Archiv: Drogen

Buchbesprechung: Martine Leavitt „My Book of Life by Angel“

leavitt_angelLesealter 15+(Thienemann-Verlag 2014, 247 Seiten)

Acht Jahre ist es her, dass ich ein Buch von Martine Leavitt gelesen haben: „Mein Leben als Superheld“ erzählte die Geschichte eines Jungen, der seine verschwundene, psychisch kranke Mutter sucht und davon träumt, ein Superheld zu sein. Martine Leavitts neues Jugendbuch trägt den Titel „My Book of Life by Angel“ – so richtig kann man sich darunter nichts vorstellen. Vorab sei aber gesagt, dass es in dem Buch ganz schön zur Sache geht und dass der Versroman einen ernsten Hintergrund hat.

(mehr …)

Kurzrezension: Kevin Brooks „Bis es dunkel wird“

brooks_dunkelLesealter 16+(dtv 2013, 397 Seiten)

Mit „Schlafende Geister“ hat Kevin Brooks sich vor zwei Jahren, nachdem er vorher nur Jugendromane geschrieben hat, ein neues Metier erschlossen: den Kriminalroman für Erwachsene. Die Geschichte um Privatdetektiv John Craine ist nichts für zarte Seelen, letztendlich geht es in dem Erwachsenenkrimi noch einen Tick härter als in den Jugendbüchern von Kevin Brooks zu. Wohl von Anfang an war John Craine als Hauptfigur für mehrere Bände angelegt, und seit April 2013 gibt es den zweiten Band der Reihe (Band 3 ist übrigens auf Englisch auch schon erschienen). „Bis es dunkel wird“ ist kein Jugendroman – das gleich vorweg –, aber ich habe beschlossen, den literarischen Weg von Kevin Brooks genau weiterzuverfolgen, und wenn ich das Buch schon gelesen habe, so soll hier auch eine Buchbesprechung erscheinen.

(mehr …)

Buchbesprechung: Kevin Brooks „Naked“

Cover Kevin Brooks Lesealter 14+(dtv 2013, 478 Seiten)

Wenn ein neues Buch von Kevin Brooks angekündigt wird, freue ich mich immer wie ein Schneekönig darauf … Das ist vielleicht ein sehr persönliches Statement gleich zu Beginn, aber es gibt wenige Autoren, die es mir so angetan haben – auch wenn der britische Autor natürlich bessere und nicht ganz so gute Jugendromane geschrieben hat. Eine richtige Enttäuschung ist mir bei Kevin Brooks bisher jedoch nicht untergekommen. Ich mag seine Art zu schreiben, wie er die Nöte von Jugendlichen zu packen und fassen bekommt, wie er sie in Worte und Sätze kleidet, wie er Jugendliche in Grenzsituationen versetzt, Dinge auf die Spitze treibt, auslotet und ausleuchtet. Auf „Naked“, das im Herbst angekündigt worden war, habe ich fast ein halbes Jahr gewartet, und endlich lag es dann vor kurzem auf meinem Tisch.

(mehr …)

Kurzrezension: Anna Kuschnarowa „Junkgirl“

Cover Anna KuschnarowaLesealter 12+(Gulliver-Verlag 2011, 223 Seiten)

Jugendbücher über das Thema Drogen gibt es einige, auch wenn es meines Eindrucks nach im Moment nicht ein so großes Thema wie zu früheren Zeiten ist. „Junkgirl“ ist jedenfalls wieder einmal ein deutsches Buch darüber und beschreibt den Abstieg eines Mädchens in die Drogensucht mit all den schlimmen Folgen, die das hat. Schön zu lesen sind solche Bücher natürlich nicht, das größere Problem mit Büchern über Drogen, das ich habe, ist aber ein anderes: Wirklich gefährdete Jugendliche bewahren solche Bücher wohl sowieso nicht vor einer „Drogenkarriere“ … So ist das wohl leider. Nun aber zu „Junkgirl“:

(mehr …)

Buchbesprechung: Kevin Brooks „Killing God“

Cover Kevin BrooksLesealter 15+(dtv 2011, 262 Seiten)

Eineinhalb Jahre kein neues Buch von Kevin Brooks – zumindest auf Deutsch … Als großer Fan von Kevin Brooks war das schon fast eine Durststrecke für mich, und ich habe mich richtig gefreut, als „Killing God“ vor ein paar Tagen bei mir eingetrudelt ist. Ich mag die Bücher von Kevin Brooks einfach, weil er es auf eine unnachahmliche Art schafft, intensiv und spannend zu schreiben. Da sitzt jedes Wort. Und was gute Jugendthriller, denen man sich nicht entziehen kann, angeht, reicht ihm kaum jemand das Wasser. „Killing God“ lag also nicht lange ungelesen auf meinem Bücherstapel …

(mehr …)

Buchbesprechung: Ellen Hopkins „Crank“

Cover Ellen HopkinsLesealter 15+(Carlsen-Verlag 2010, 544 Seiten)

„Crank“ wird im Englischen ein Irrer oder Spinner genannt – zumindest sagt das mein Wörterbuch. Doch damit ist das Hauptthema des Buches eigentlich nicht benannt, denn es geht um ein Mädchen, das den Drogen verfällt. Das Wort „Crank“ steht in Ellen Hopkins Jugendbuch für diese Drogen.

Darüber hinaus – das schon mal vorab – ist das Buch der Amerikanerin etwas ganz Besonderes, denn es ist in freien Versen geschrieben. Das erklärt auch die Dicke des kleinformatigen Taschenbuchs mit über 500 Seiten.

(mehr …)

Buchbesprechung: Lotte Kinskofer “Schwarzer Schnee”

Cover KinskoferLesealter 14+(dtv 2010, 271 Seiten)

„Schwarzer Schnee“ heißt der Jugendroman der Münchner Schriftstellerin Lotte Kinskofer, der in der Reihe „Crime“ bei dtv erschienen ist. Mit dem Titel ist schon angedeutet, dass es in dem Buch auch um Drogen geht. Ein richtiger Thriller ist das Buch nicht – doch es ist ein Roman, der davon handelt, wie ein Jugendlicher, von dem das niemand vermutet, in gefährliche Machenschaften gerät.

(mehr …)

Kurzrezension: Ilkka Remes “Heiße Ware über dem Eismeer”

Cover RemesLesealter 12+(dtv 2009, 297 Seiten)

Den Begriff „Pageturner“ kann ich inzwischen – ehrlich gesagt – nicht mehr hören. Das ist so ein Wort, über das man beim ersten Lesen staunt, das einem bei der zehnten Begegnung aber irgendwann etwas auf den Geist geht.

Warum ich das schreibe? Weil man das Prädikat „Pageturner“ besonders häufig liest, wenn man sich über die Jugendkrimis von Ilkka Remes informiert. „Heiße Ware über dem Eismeer“ ist der dritte Band des finnischen Thrillerautoren Ilkka Remes, in dem der 14-jährige Aaro Nortamo auf Verbrecherjagd geht.

(mehr …)

Buchbesprechung: Peter Abrahams “Hinter dem Vorhang”

Cover AbrahamsLesealter 11+(Bloomsbury-Verlag 2008, 332 Seiten)

„Hinter dem Vorhang“ ist der zweite Band der Kriminalromane für Kinder und Jugendliche von Peter Abrahams, die alle in Echo Falls spielen und ein 13-jähriges Mädchen namens Ingrid als Hauptperson haben. Band 1 („Was geschah in Echo Falls?„) hatte kleinere Schwächen, war insgesamt jedoch für Leser ab 11 oder 12 Jahren ein lesenswertes Buch. Aber öffnen wir nun den Vorhang für Band 2 …

(mehr …)

Kurzrezension: Agnes Hammer „Bewegliche Ziele“

Cover HammerLesealter 14+(Loewe-Verlag 2008, 199 Seiten)

„Bewegliche Ziele“ – das klingt nach einem Krimi oder Thriller für Jugendliche. Doch so ganz stimmt das nicht. Bei dem Buch handelt es sich eher um einen Roman über die Probleme von Jugendlichen in der Zeit des Erwachsenwerdens.

Agnes Hammer ist Lehrerin an einer Schule für sozial benachteiligte Jugendliche und lebt in Düsseldorf. „Bewegliche Ziele“ ist anscheinend ihr erstes Buch – obwohl im Klappentext steht, dass die Autorin, seit sie acht Jahre alt ist, Geschichten schreibt.

(mehr …)

Buchbesprechung: Iva Procházková “Die Nackten”

Cover ProcházkováLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2008, 264 Seiten)

Die tschechische Jugendbuchautorin Iva Procházková hat mit ihrer Familie viele Jahre in Deutschland gelebt, ist inzwischen aber wieder nach Tschechien zurückgekehrt. Über ihr vorletztes Buch „Wir treffen uns, wenn alle weg sind„, das mir wegen seines ganz eigenen Tones gut gefallen hat, habe ich erfahren, dass die Autorin es selbst auf Deutsch verfasst hat. Da in Iva Procházkovás neuem Jugendbuch „Die Nackten“ nichts von einer Übersetzung steht, nehme ich an, dass auch dieses Buch auf Deutsch geschrieben wurde.

Ansonsten: Ein seltsamer Titel für ein Buch – man kann sich nicht so richtig etwas darunter vorstellen. Aber dazu weiter unten mehr…

(mehr …)

Buchbesprechung: Joyce Carol Oates “Nach dem Unglück schwang ich mich auf, breitete meine Flügel aus und flog davon”

Cover OatesLesealter 13+(Hanser-Verlag 2008, 268 Seiten)

Das ist eindeutig der bisher längste Titel eines Buches, das ich bei Jugendbuchtipps.de besprochen habe. Noch nie bin ich für Autor und Buchtitel über zwei Zeilen hinausgekommen…
Aber das ist natürlich unwichtig, einen ungewöhnlichen Titel hat sich das Joyce Carol Oates allerdings schon einfallen lassen. Er klingt sehr poetisch.
Bisher habe ich drei Bücher der amerikanischen Autorin gelesen – und zwei davon haben mir sehr gut gefallen. Joyce Carol Oates hat viele Jahrzehnte lang eigentlich nur Bücher für Erwachsene geschrieben – und wie man in der Wikipedia nachlesen kann, sind das sehr viele. Doch seit ein paar Jahren hat die fast 70-jährige Autorin anscheinend Gefallen an Büchern für Jugendliche gefunden. Gut für uns!

(mehr …)

Buchbesprechung: Bali Rai „Verpfiffen“

Cover RaiLesealter 13+(Sauerländer-Verlag 2007, 224 Seiten)

„Verpfiffen“ ist das dritte Buch von Bali Rai, das ich gelesen habe – und die beiden anderen haben mich jeweils gut unterhalten. Im neuen Buch des englischen Autors indischer Herkunft wird die Geschichte aus seinem Buch „Die Crew“ fortgesetzt – man sollte also zuerst diesen Band gelesen haben, auch wenn „Verpfiffen“ eine eigene, vollständige Geschichte erzählt. Aber es erhöht den Lesegenuss, wenn man weiß, was in „Die Crew“ passiert ist, und die Personen schon kennt.
Also, auf ins „Ghetto“ einer englischen Großstadt…

(mehr …)