Jugendbuchtipps.de

Schlagwort Archiv: Mord

Buchbesprechung: Anne-Laure Bondoux „Der Mörder weinte“

bondoux_moerderLesealter 15+(Carlsen-Verlag 2014, 173 Seiten)

„Der Mörder weinte“ ist der zweiter Jugendroman der Französin Anne-Laure Bondoux, der auf Deutsch bei Carlsen erschienen ist. Ihr erstes Buch (wenn man von einem früheren Kinderbuch absieht) mit dem Titel „Die Zeit der Wunder“ war 2012 gleich für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden – und das zu Recht. Der Roman behandelt sehr eindrücklich und literarisch gekonnt die Geschichte eines Jungen, der aus dem Kaukasus nach Frankreich flieht, um dort ein neues Leben zu beginnen. „Der Mörder weinte“ – das vorweg – erzählt zumindest vordergründig eine ganz andere Geschichte …

(mehr …)

Buchbesprechung: Stefanie de Velasco „Tigermilch“

velasco_tigermilchLesealter 15+(Kiepenheuer & Witsch-Verlag 2013, 280 Seiten)

Schickes Cover mit dem Tigermuster, kann man da nur sagen. Man wird darauf allerdings kaum in den Jugendbuchregalen einer Buchhandlung, sondern eher in der Erwachsenenabteilung stoßen. Denn Stefanie de Velascos Erstlingswerk „Tigermilch“ ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, einem Verlag, der keine Jugendbuchsparte hat, dennoch aber immer wieder Bücher veröffentlicht, die man Jugendlichen empfehlen kann. Stefanie de Velasco, die Autorin, ist übrigens in Oberhausen geboren, lebt nach einem Studium Europäischer Ethnologie und Politikwissenschaft inzwischen aber in Berlin.

(mehr …)

Buchbesprechung: Gina Mayer „In guten wie in toten Tagen“

mayer_tagenLesealter 15+(script5-Verlag 2013, 355 Seiten)

„In guten wie in toten Tagen“ – als ich diesen Titel gelesen habe, habe ich mich ersthaft gefragt, ob man einen Thriller mit einem noch schrecklicheren Titel versehen kann. Gut, das ist im Stil von Elizabeth George, einer erfolgreichen Krimiautorin für Erwachsene, deren Bücher mit so furchtbaren Titeln wie „Doch die Sünde ist scharlachrot“ oder „Denn bitter ist der Tod“ auf Deutsch veröffentlicht wurden. Aber dennoch: „In guten wie in toten Tagen“ ist einfach abgeschmackt. Dass das Cover eher mädchenlastig ist (auch nur bedingt mein Fall), passt zur Geschichte und ist somit zumindest stimmig.

(mehr …)

Buchbesprechung: Allen Zadoff „Boy Nobody“

zadoff_nobodyLesealter 14+(Bloomoon-Verlag 2013, 333 Seiten)

Bloomoon ist ein relativ neues Jugendbuch-Label des arsEdition-Verlags, der den früheren Bloomsbury-Verlag, wenn ich richtig informiert bin, übernommen hat. So erscheinen z. B. die bisherigen Bücher von Daniel Höra (früher Bloomsbury) nun bei Bloomoon.

Allen Zadoff ist ein bisher unbekannter Autor, der mit „Boy Nobody“ einen Thriller für Jugendliche geschrieben hat. Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch über das Cover, das vielversprechend aussah. Ob das Buch dieses Versprechen einhalten kann, erfahrt ihr gleich.

(mehr …)

Buchbesprechung: Craig Silvey „Wer hat Angst vor Jasper Jones?“

Cover Craig SilveyLesealter 14+(Rowohlt-Verlag 2012, 406 Seiten)

Der Jugendroman „Wer hat Angst vor Jasper Jones?“ des Australiers Craig Silvey liegt schon längere Zeit auf meinem Lesestapel, auch wenn das Buch offiziell erst vor einem guten Monat veröffentlicht wurde. Beim Rowohlt-Verlag ist er in diesem Herbst einer der Schwerpunkttitel, weswegen er schon früher verschickt wurde … Ich bekomme ja eher selten Mails von Leuten, die mir Bücher empfehlen (am ehesten von unbekannten Autoren, die für ihr Buch werben); über Craig Silveys Jugendroman habe ich jedoch von mehreren Leuten vorab Gutes gehört. Und nun bin ich endlich dazu gekommen, ihn zu lesen.

(mehr …)

Buchbesprechung: Timothée de Fombelle „Vango – Prinz ohne Königreich“

Cover de FombelleLesealter 12+(Gerstenberg-Verlag 2012, 412 Seiten)

Da ist er nun, der zweite Band von Timothée de Fombelles „Vango“. Für den ersten Band seines Abenteuerromans mit dem Untertitel „Zwischen Himmel und Erde“ hat der französische Autor viele positive Kritiken bekommen: Nicht nur dass das Buch in Zeitungen und Zeitschriften lobend besprochen wurde, der Jugendroman wurde außerdem in der Sparte Jugendbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Die Geschichte um Vango findet nun in Band 2 ihr Ende – also mal keine Trilogie, wie das sonst viele Autoren machen …

(mehr …)

Buchbesprechung: Anne Cassidy „Die einzige Zeugin”

Cover Anne CassidyLesealter 14+(Fischer-Verlag 2012, 278 Seiten)

Dreieinhalb Jahre ist es her, dass ich das letzte auf Deutsch erschienene Buch von Anne Cassidy gelesen habe: „Wer ist Jennifer Jones?„, ein einfühlsames Buch mit Elementen eines Psychothrillers, das mir gut gefallen hat. „Die einzige Zeugin”, das neue Buch der britischen Schriftstellerin, ist ihrem Debütroman in vielem ähnlich. Wieder ist die Hauptperson ein Mädchen, das in einer schwierigen Lebenslage steckt. Um was genau es geht, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest …

(mehr …)

Kurzrezension: Kevin Brooks „Schlafende Geister“

Cover Kevin BrooksLesealter 16+(dtv 2011, 397 Seiten)

Ein neues Buch von Kevin Brooks? Ja, aber diesmal ist es kein Jugendroman. „Schlafende Geister“ ist ein Kriminalroman für Erwachsene; als großer Fan von Kevin Brooks bin ich nicht umhin gekommen, mir den ersten Ausflug des britischen Autors ins Erwachsenenmetier anschauen. Und auch wenn es kein Jugendroman ist: Ich habe mich dennoch entschlossen, das Buch hier vorzustellen. Für Leser ab 16 Jahren sind ja durchaus auch Erwachsenenkrimis oft eine geeignete Lektüre …

(mehr …)

Buchbesprechung: Timothée de Fombelle „Vango – Zwischen Himmel und Erde“

Cover Timothée de FombelleLesealter 12+(Gerstenberg-Verlag 2011, 390 Seiten)

Das Buchcover von Timothée de Fombelles neuestem Buch sieht so richtig nach Abenteuer aus: Vulkane, der Eiffelturm, ein Zeppelin und ein Junge an einem Kletterseil sind zu sehen. Ja, und ein Abenteuerbuch ist „Vango – Zwischen Himmel und Erde“ zweifelsohne auch – aber dazu später mehr.

In Frankreich erscheint Anfang Oktober diesen Jahres bereits Band 2 von „Vango“ – in Deutschland müssen wir wohl noch ein Jahr länger darauf warten. Ob man sich auf die Fortsetzung der Geschichte freuen darf, erfahrt ihr weiter unten …

(mehr …)

Buchbesprechung: Justine Larbalestier „Lügnerin“

Cover Justine LarbalestierLesealter 14+(cbt-Verlag 2011, 391 Seiten)

Justine Larbalestier ist Australierin und mit Scott Westerfeld, der selbst bereits einige Jugendromane (z. B. die „Peeps“-Bücher) veröffentlicht hat, verheiratet. „Lügnerin“ ist nicht das erste Buch der Autorin, aber das erste, das ich gelesen habe.

Der Bertelsmann-Verlag mag anscheinend effektvolle Cover – das von Justine Larbalestiers Buch ist jedenfalls ein einfach gestalteter, aber wirkungsvoller Blickfang, der zugleich angesichts des Titels ein wenig reißerisch wirkt. Ein bisschen skeptisch gehe ich manchmal an solche Bücher heran, aber ab und zu verbergen sich dahinter ja auch wirklich lesenswerte Jugendromane.

(mehr …)

Buchbesprechung: Günter Ohnemus „Siebzehn Tage im August“

Cover Günter OhnemusLesealter 14+(Fischer-Verlag 2011, 276 Seiten)

Günter Ohnemus kenne ich bisher eigentlich nur als Übersetzer von Jugendbüchern, auch wenn er mit „Alles was du versäumt hast“ schon vor „Siebzehn Tage im August“ ein Jugendbuch geschrieben hat. Ich habe das Buch während eines Holland-Urlaubs gelesen, der leider schon wieder vorbei ist. Urlaube ziehen überhaupt immer sträflich schnell an einem vorüber … Wenn ihr in nächster Zeit in den Sommerurlaub fahrt: Vielleicht ist Günter Ohnemus‘ Buch ja eine geeignete Lektüre für einen verregneten Urlaubstag? So was soll sogar am Mittelmeer vorkommen …

(mehr …)

Buchbesprechung: Agnes Hammer „Dorfbeben“

Cover Agnes HammerLesealter 14+(Script5-Verlag 2010, 276 Seiten)

Script5 versteht es doch zumindest, die Cover der eigenen Bücher besonders interessant zu gestalten (siehe auch Bernard Becketts „Stechzeit“). Man fühlt sich gleich in die tiefste Provinz versetzt, wenn man Agnes Hammers Jugendroman „Dorfbeben“ anschaut. Das Cover hat jedenfalls etwas …

Agnes Hammer ist eine noch jüngere deutsche Autorin, die im März 2010 zusätzlich bekannt geworden ist, weil sie mit Tobias Elsäßer zusammen das erstmals verliehene Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium bekommen hat. Ja, so was gibt es inzwischen, und ich finde es gut, dass Nachwuchsautoren damit gezielt auch im Kinder- und Jugendliteraturbereich gefördert werden.

(mehr …)

Buchbesprechung: Brigitte Glaser „Schreckschüsse“

Cover Brigitte GlaserLesealter 13+(Sauerländer-Verlag 2010, 212 Seiten)

Brigitte Glaser ist zumindest im Jugendbereich eine neue Autorin und hat mit „Schreckschüsse“ einen Kriminalroman für Jugendliche vorgelegt. Kommissarin Anja Kraft soll bald in einem zweiten Band ermitteln – vielleicht wird daraus ja auch eine ganze Serie. Mit Krimis hat die Autorin jedenfalls schon länger zu tun: Mehrere Kriminalromane für Erwachsene hat Brigitte Glaser bereits veröffentlicht, und sie ist seit letztem Jahr außerdem Jurymitglied des wichtigsten deutschen Krimipreises: dem Glauser-Preis. Der Preis wird übrigens auch in einer Sparte Kinder- und Jugendbuchkrimi vergeben, hat dann jedoch einen anderen Namen: Hansjörg-Martin-Preis.

(mehr …)

Kurzrezension: Philipp Meyer „Rost“

Cover Philipp MeyerLesealter 16+(Klett-Cotta-Verlag 2010, 464 Seiten)

Zugegeben, ein Jugendbuch ist Philipp Meyers Roman „Rost“ sicher nicht – der Meinung bin ich jedenfalls, nachdem ich das Buch gelesen habe. Aber da die Übersetzerin Birgitt Kollmann, mit der ich vor einer guten Woche ein Interview (siehe hier) geführt habe, von dem Buch so geschwärmt hat, wollte ich es mir zumindest mal anschauen. Ich habe etwas gezögert, über das Buch hier etwas zu schreiben – aber warum sollte es nicht einmal einen kleinen Ausflug in die Welt erwachsener Romane geben … – nein, ich meine natürlich in die Welt der Romane für Erwachsene.

(mehr …)

Buchbesprechung: Peter Abrahams “… verliefen sich im Wald”

Cover AbrahamsLesealter 11+(Bloomsbury-Verlag 2009, 283 Seiten)

Es hat etwas Beruhigendes, dass es Bücherserien gibt, wo man Figuren begegnet, die man schon kennt. Mit „… verliefen sich im Wald“ ist nun nach „Was geschah in Echo Falls?“ und „Hinter dem Vorhang“ der dritte Krimi von Peter Abrahams, in dem die 13-jährige Ingrid ermittelt, erschienen. Auch diesmal spielt das Buch in Echo Falls, und wie immer kann Ingrid, die Sherlock Holmes als Vorbild hat, es nicht sein lassen, Nachforschungen anzustellen. Denn ein Mord ist passiert, der diesmal noch dazu etwas mit ihrer Familie zu tun hat …

Den dritten Band der Serie kann man übrigens auch lesen, ohne dass man die Vorgängerbände kennt – aber mehr hat man davon sicher, wenn man mit den Buchpersonen in Band 1 und 2 bereits Bekanntschaft gemacht hat.

(mehr …)

Buchbesprechung: Kevin Brooks “Black Rabbit Summer”

Cover BrooksLesealter 14+(dtv 2009, 527 Seiten)

Mal ehrlich: Es gibt schönere Buchcover als dieses, von dem man nicht so recht weiß, was es darstellen soll … Nach dem Lesen des Buchs kann man natürlich spekulieren, und so einige Ideen habe ich auch, aber mit diesen rotbraunen Tönen und den fetten Lettern sieht das trotzdem nicht unbedingt schmuck aus. Egal … Auch bei Büchern kommt es ja auf die inneren Werte an. Und da hatte Kevin Brooks – gerade für „The Road of the Dead“ mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009 für das beste Jugendbuch ausgezeichnet – in den letzten Jahren ja viel zu bieten. Natürlich war ich extrem gespannt, wie sich Kevin Brooks‘ neuer Roman (übrigens sein mit über 500 Seiten bisher dickster) schlägt …

(mehr …)

Buchbesprechung: David Fermer “Justice”

Cover FermerLesealter 13+(Thienemann-Verlag 2009, 247 Seiten)

Eine gute Woche ist es her, dass ich „Im Schatten des Zitronenbaums“ von der Südafrikanerin Kagiso Lesego Molope besprochen habe – ein Buch, das die Zeit am Ende der Apartheid in Südafrika schildert. David Fermers Buch spielt ebenfalls in Südafrika, allerdings ein paar Jahre später, beschäftigt sich jedoch auch mit dem Ende der Rassentrennung und der Aufarbeitung ihrer Folgen.

Im Gegensatz zu Kagiso Lesego Molope ist David Fermer allerdings Engländer (beschreibt das alles also eher von außen), lebt seit vielen Jahren jedoch in Deutschland. Von Südafrika war der Autor jedoch schon immer fasziniert, und hat deswegen sein neues Buch in dem Land angesiedelt.

(mehr …)

Buchbesprechung: Gina Mayer “Mörderkind”

Cover MayerLesealter 13+(Ravensburger-Verlag 2009, 314 Seiten)

Dass ich von Gina Mayer ein Buch gelesen habe, ist schon etwas länger her. „Schattenjünger„, noch im Sauerländer-Verlag erschienen, hatte bei mir wegen seiner ungewöhnlichen Genre-Mischung einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlassen …

Gina Mayers neues Buch „Mörderkind“ hat jedenfalls ein ganz anderes Thema – es geht um ein Stück Zeitgeschichte: die RAF (Rote Armee Fraktion) und ihre Auswirkungen bis heute. Sowohl der Titel als auch das klaustrophobisch wirkende Rot des Umschlags haben es mir zumindest schon mal angetan. Mal sehen, ob das Buch da mithalten kann.

(mehr …)

Buchbesprechung: Kathrin Schrocke “Dorfprinzessinnen”

Cover SchrockeLesealter 12+(Sauerländer-Verlag 2009, 208 Seiten)

Es ist schon etwas her, dass Kathrin Schrocke ihr letztes Jugendbuch veröffentlicht hat. „Finding Alex“ ist im Jahr 2006 beim Oetinger-Verlag erschienen und hat mir damals gut gefallen.

Das neue Buch der in Augsburg lebenden Autorin wurde in der Thriller-Reihe des Sauerländer-Verlags herausgegeben, und das trashige Buchcover mit dem ungewöhnlichen Titel macht zumindest neugierig.

(mehr …)

Buchbesprechung: Anthony McGowan “Der Tag, an dem ich starb”

Cover McGowanLesealter 14+(Ravensburger-Verlag 2009, 250 Seiten)

Das Buchcover ist nicht ganz ohne: mit der Messerspitze und den Blutspritzern. Und dann noch der Titel: „Der Tag, an dem ich starb“. Anthony McGowan hat bereits zwei Jugendbücher geschrieben (das behauptet zumindest der Buchumschlag) – aber wenn ich nichts übersehen habe, so ist das nun bei Ravensburger erschienene Buch sein erstes, das auf Deutsch zu lesen ist. Und „Der Tag, an dem ich starb“ ist – das sei schon vorweggenommen – ein Thriller, der es in sich hat und den man lesen sollte …

(mehr …)