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Schlagwort Archiv: Pubertät

Buchbesprechung: Meg Rosoff „Oh. Mein. Gott.“

Cover Meg RosoffLesealter 15+(Fischer-Verlag 2012, 250 Seiten)

Für ihre ersten Bücher hat Meg Rosoff einige Preise eingeheimst: den Deutschen Jugendliteraturpreis oder den Luchs des Jahres von Radio Bremen und der Wochenzeitung „Die Zeit“. Allerdings sind mir selbst Meg Rosoffs erste drei Bücher immer eher fremd geblieben. Dagegen hat mir Meg Rosoffs letzter Jugendroman „Davon, frei zu sein“, für den die Autorin meines Wissens keinen Preis bekommen hat, recht gut gefallen. Auf der Buchmesse in Leipzig wurde mir in diesem Jahr schon Meg Rosoffs neuer Roman vorgestellt, und ich war wegen der Idee dahinter auf das Buch recht neugierig.

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Buchbesprechung: QueDu Luu „Vielleicht will ich alles“

Cover QueDu LuuLesealter 15+(Kiepenheuer & Witsch-Verlag 2011, 335 Seiten)

Dass ich vor dem Lesen von Büchern meist weder den Klappentext noch die Informationen über den Autor lese, habe ich schon öfters erwähnt. So habe ich das auch bei QueDu Luus Roman „Vielleicht will ich alles“ gehalten und war mir sicher, dass sich hinter dem exotischen Namen (auch wegen des Schreibstils) ein männlicher Autor verbirgt. Als ich es nach 50 Seiten genauer wissen wollte, war ich erstaunt, dass QueDu Luu eine nicht einmal 40-jährige Autorin chinesischer Abstammung (in Vietnam geboren, in Deutschland aufgewachsen) ist. Das erste Buch der Autorin („Totalschaden“) kenne ich nicht, und auch auf „Vielleicht will ich alles“ bin ich eher durch Zufall gestoßen, denn explizit als Jugendbuch ist der Roman nicht erschienen. Aber – das sei vorweggenommen – er ist durchaus etwas für Jugendliche …

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Buchbesprechung: Nick Burd „Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“

Cover Nick BurdLesealter 15+(dtv 2011, 319 Seiten)

„Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“ ist das hoch gelobte Erstlingswerk des Amerikaners Nick Burd – damit wirbt dtv zumindest in den Informationen zum Buch. Es geht (das sei vorweggenommen) um einen Jungen, der im Laufe des Buches lernt, zu seiner Homosexualität zu stehen – ein beliebtes Thema, bei dem die Gefahr besteht, dass man jedoch etwas schon Dagewesens schreibt. Um gut zu sein, muss da ein Roman schon noch etwas mehr bieten …

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Buchbesprechung: James Roy „Town – Irgendwo in Australien“

Cover RoyLesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2010, 287 Seiten)

Bücher mit Kurzgeschichten und Erzählungen sind immer etwas schwierig zusammenzufassen – von daher verzichte ich auch bei „Town – Irgendwo in Australien“, einem Jugendbuch des australischen Autoren James Roy, auf eine explizite Inhaltsangabe. Das schon mal vorab …

„Town“ ist eine Sammlung von 13 Erzählungen, die zum einen jeweils einem Monat im Jahr, zum anderen je einem Jugendlichen, um den es geht, zugeordnet sind. Der Reigen der Geschichten beginnt im Februar, wenn in Australien das Schuljahr beginnt, und endet ein Jahr später im gleichen Monat.

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Buchbesprechung: Andreas Hauffe „Der Tag, an dem das Glück im Papierkorb lag“

Cover HauffeLesealter 13+(Thienemann-Verlag 2010, 154 Seiten)

„Der Tag, an dem das Glück im Papierkorb lag“ – das ist nicht nur ein erfrischender Titel, das Buch ziert auch ein hübsches Cover. So muss es sein …

Von Andreas Hauffe habe ich bisher noch kein Buch gelesen, obwohl der Autor schon ein paar Jugendbücher geschrieben hat. Und auf Andreas Hauffes Jugendroman bin ich auch erst in einer Buchhandlung aufmerksam gemacht worden.

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Buchbesprechung: Luca Bloom “Ich, Elias”

Cover BloomLesealter 14+(Ueberreuter-Verlag 2009, 127 Seiten)

Auch wenn der Nachname Bloom fast nach einem Engländer oder Amerikaner klingt: Luca Bloom ist ein junger deutscher Autor (Jahrgang 1975), der in der Nähe von Hannover lebt und Germanistik und Philosophie studiert hat. „Ich, Elias“ ist sein erstes Buch, und es macht den Eindruck, dass darin doch das ein oder andere Autobiografische erzählt wird. Zumindest mag die Hauptperson Elias die gleiche Musik wie der Autor (Punk und Ska) und lebt ebenfalls im Großraum Hannover. „Ich, Elias“ ist, das sei noch vorab gesagt, eine Liebesgeschichte – jedoch eine, die man auch Jungen an die Hand geben kann. Und das ist schon mal etwas Besonderes.

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Buchbesprechung: Martina Wildner “Grenzland”

Cover WildnerLesealter 13+(Fischer-Verlag 2009, 320 Seiten)

Martina Wildner hat in den letzten Jahren einige Bücher geschrieben, dabei jedoch oft den Verlag gewechselt. „Murus“ war bei Bloomsbury, „Six“ bei Beltz & Gelberg erschienen, und das neueste Buch der Autorin ist unter dem Titel „Grenzland“ im Fischer-Verlag in der Reihe „Die Bücher mit dem blauen Band“ veröffentlicht worden.

Martina Wildner hat ursprünglich Grafikdesign und Illustration studiert, bevor sie sich dem Schreiben von Jugendbüchern zugewendet hat. Ihr Studium schlägt sich auch in den Büchern nieder, denn die kleinen Illustrationen in „Grenzland“ stammen von Martina Wildner selbst.

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Buchbesprechung: Oliver Uschmann “Das Gegenteil von oben”

Cover UschmannLesealter 14+(Script5-Verlag 2009, 334 Seiten)

„Er hat seit seinem zehnten Lebensjahr mindestens so viel gezockt wie gelesen und ist trotzdem Schriftsteller geworden.“ Das steht unter andem auf dem Buchumschlag über den Autor Oliver Uschmann, der früher außerdem angeblich zu den zehn „sonderlichsten Sonderlingen“ in seiner Schule gehört hat. Da kokettiert ein Autor damit, dass er in seinem Leben schon viel erlebt hat – aber vielleicht ist all das ja wirklich keine schlechten Voraussetzung dafür, gute Bücher zu schreiben. Wenn ich richtig informiert bin, so hat Oliver Uschmann bisher „nur“ Bücher für Erwachsene geschrieben – „Das Gegenteil von oben“ ist sein erster Jugendroman.

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Buchbesprechung: Tobias Elsäßer “Abspringen”

Cover ElsäßerLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2009, 270 Seiten)

Sind die Wirren der Pubertät bei Jungen gerade ein Thema, das besonders „in“ ist? Es ist nicht lange her, dass ich „Doktorspiele“ von Jaromir Konecny gelesen habe, und darin geht es um ein ähnliches Thema wie in Tobias Elsäßers neuem Buch „Abspringen“: um die neu erwachenden sexuellen Gefühle von Jungen, die damit überfordert sind und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen …

Ganz neu ist das Thema in der Jugendliteratur natürlich nicht – aber in den letzten vier, fünf Jahren gab es eher wenige solcher Bücher. Und der Ton, wie da nun über Sex geschrieben wird, ist außerdem (das ist mein Eindruck) deutlich offener geworden.

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Buchbesprechung: Jaromir Konecny “Doktorspiele”

Cover KonecnyLesealter 15+(cbt-Verlag 2009, 159 Seiten)

Ja, das ging schnell … Gestern noch die Buchbesprechung von Nadia Buddes „Such dir was aus, aber beeil dich!“, heute schon Jaromirs Konecnys „Doktorspiele“ als nächste Buchbesprechung. Aber es gibt eben Bücher, die liest man (in diesem Fall in zwei Schwüngen) einfach so herunter.

Jaromir Konecny ist vor allem als Gewinner vieler Poetry Slam-Wettbewerbe bekannt geworden und ist damit (neben Mischa-Sarim Vérollet mit “Das Leben ist keine Waldorfschule”) der zweite Vertreter dieses Genres, von dem bei Jugendbuchtipps.de ein Buch vorgestellt wird. Doch anders als Vérollet hat Jaromir Konecny keine Kurzgeschichtensammlung, sondern einen richtigen Jugendroman geschrieben.

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Kurzrezension: Frank Adam “Die 666. Reinkarnation oder Shit happens”

Cover AdamLesealter 14+(Gerstenberg-Verlag 2009, 111 Seiten)

Frank Adam ist Belgier und im Schriftstellermetier zwar nicht neu, hat jedoch bisher noch kein Jugendbuch geschrieben. Nicht nur die Aufmachung des Buches in einem festen Pappeinband, der das Buch dicker erscheinen lässt, als es mit seinen 111 Seiten ist, sondern auch dessen ungewöhnlicher Titel fallen zumindest auf. Auf Niederländisch hat das Buch übrigens einen weniger gewagten Titel: „De passie van de Puber“ (was frei übersetzt so viel heißt wie: „Die Leidenschaft eines Pubertierenden“).

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Buchbesprechung: Martina Wildner “Six”

Cover WildnerLesealter 13+(Beltz & Gelberg-Verlag 2008, 268 Seiten)

„Six“ ist bereits das dritte Buch von Martina Wildner (nach „Murus“ und „Michelles Fehler„), das ich in den letzten eineinhalb Jahren gelesen habe. Die Bücher der Berliner Autorin ragen alle etwas aus der Masse der Jugendbücher heraus, weil sie ganz eigene Geschichten erzählen, die immer auf der Grenze zwischen Realität und Fantasie entlang hangeln – und so ist es auch bei „Six“. Diesmal kommt in Martina Wildners neuem Buch jedoch eine Sache deutlicher zu tragen als in den früheren Werken: dass die Autorin auch als Zeichnerin arbeitet.

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Kurzrezension: Ute Wegmann “Never alone”

Cover WegmannLesealter 14+(dtv 2008, 312 Seiten)

Vier Jungen, alle noch nicht ganz 16 Jahre alt, sind die Hauptfiguren in Ute Wegmanns Jugendbuch „Never alone“, das nicht das erste Buch der Kölner Autorin ist – allerdings das erste, das ich von ihr gelesen habe. Ein bisschen ungewöhnlich ist es, dass eine Frau sich mit vier Jungen als Hauptpersonen auseinandersetzt – aber vielleicht ist ja genau das ganz interessant …

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Kurzrezension: Daan Remmerts de Vries „Wer ist Libby Skibner?“

Cover de VriesLesealter 12+(Dressler-Verlag 2008, 159 Seiten)

„Wer ist Libby Skibner?“ – Was für ein seltsamer Buchtitel, aber auch was für ein seltsamer Name … „Libby Skibner“ – ist das ein Mädchen oder ein Junge? Bei dem Buchcover vermutet man eher Ersteres, und das stimmt auch. Daan Remmerts de Vries ist in Holland ein bekannter Schriftsteller von Kinder- und Erwachsenenbüchern, in Deutschland (auch wenn es schon übersetzte Bücher von ihm gibt) kennen ihn wohl eher wenige Leute.

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Kurzrezension: Jürgen von Bülow „Ich bin’s, Nika! Wie alles anfängt…“

Cover von BülowLesealter 13+(Kosmos-Verlag 2008, 239 Seiten)

Jürgen von Bülow ist eigentlich Drehbuchautor, hat Sketche für den Tigerenten-Club und Vorlagen für Serien wie „Marienhof“ und „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ verfasst. Mit „Ich bin’s Nika! Wie alles anfängt…“ gibt er sein Debüt als Jugendbuchautor – und der zweite Band von „Ich bin’s Nika!“, das wohl als Serie angelegt ist, ist auch schon erschienen und heißt im Untertitel: „Popstar-Träume“. Aber hier soll es nur um Band 1 gehen…

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Buchbesprechung: Brent Runyon „Maybe“

Cover RunyonLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2008, 207 Seiten)

Es gibt doch immer wieder Buchcover, die mich einfach begeistern – gerade bei Jugendbüchern findet man oft tolle Buchumschläge. Das Cover von Brent Runyons „Maybe“ ist jedenfalls ein Blickfang: der gelbe Mond auf schwarzem Hintergrund, die von links nach rechts heller werden Schrift des Titels – da stimmt einfach alles.

Der Amerikaner Brent Runyon hat mit „Maybe“ sein erstes Buch verfasst – seltsam ist es irgendwie, wenn man dann als Hintergrundinformation über den Autor im Buchumschlag liest, dass der Autor nach einem Selbstmordversuch im Alter von 14 Jahren angefangen hat, zu schreiben… Nach Lektüre des Buches weiß man jedoch, dass die Geschichte eben etwas damit zu tun hat.

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Buchbesprechung: Iva Procházková “Die Nackten”

Cover ProcházkováLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2008, 264 Seiten)

Die tschechische Jugendbuchautorin Iva Procházková hat mit ihrer Familie viele Jahre in Deutschland gelebt, ist inzwischen aber wieder nach Tschechien zurückgekehrt. Über ihr vorletztes Buch „Wir treffen uns, wenn alle weg sind„, das mir wegen seines ganz eigenen Tones gut gefallen hat, habe ich erfahren, dass die Autorin es selbst auf Deutsch verfasst hat. Da in Iva Procházkovás neuem Jugendbuch „Die Nackten“ nichts von einer Übersetzung steht, nehme ich an, dass auch dieses Buch auf Deutsch geschrieben wurde.

Ansonsten: Ein seltsamer Titel für ein Buch – man kann sich nicht so richtig etwas darunter vorstellen. Aber dazu weiter unten mehr…

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Buchbesprechung: Olaf Büttner „Die letzte Party“

 Cover BüttnerLesealter 14+(Sauerländer-Verlag 2008, 189 Seiten)

„Die letzte Party“ ist das zweite Buch von Olaf Büttner, das ich gelesen habe. Der Autor hat sich auf spannende Bücher für Jugendliche spezialisiert – und so ist es kein Wunder, dass dieser Jugendroman in der Reihe „Thriller“ des Sauerländer-Verlages erschienen ist.

Der Tod im Hafen„, Olaf Büttners letztes Buch, hatte mir gut gefallen, auch wenn hier das Prädikat Thriller ein wenig übertrieben schien. Aber spannend war es trotzdem – und genau diese Spannung habe ich angesichts des Buchcovers mit dem Revolver auch bei „Die letzte Party“ erwartet.

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Buchbesprechung: Meg Rosoff „Was wäre wenn“

Cover RosoffLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2007, 255 Seiten)

Mit der Besprechung von Meg Rosoffs zweitem Jugendroman geht langsam der Reigen der für den diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Bücher zu Ende. Nur noch Andreas Schendels „Dann tu’s doch“ fehlt mir.

Meg Rosoff, die in London lebt, hatte schon vor drei Jahren mit „So lebe ich jetzt“ großen Erfolg gehabt. Ihr Erstlingswerk wurde von der Kritikerjury der Wochenzeitung „Die Zeit“ und Radio Bremen mit dem Luchs 2005 als bestes Kinder- und Jugendbuch des Jahres 2005 ausgezeichnet – eine Prämierung, die ich jedoch nicht so ganz nachvollziehen konnte. Und auch „Was wäre wenn“ hat es mit der Nominierung schon weit gebracht…

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Buchbesprechung: An Na „Minas Lied“

Cover NaLesealter 12+(Sauerländer-Verlag 2008, 187 Seiten)

„Minas Lied“ ist An Nas zweites Jugendbuch, das auf Deutsch erscheint. Das erste Buch mit dem Titel „Im Himmel spricht man Englisch“ habe ich jedoch nicht gelesen.
Die Autorin mit dem seltsamen Namen stammt aus Korea (und die Familie in dem Buch ist auch koreanischer Herkunft), ist jedoch in Kalifornien aufgewachsen. Bevor An Na sich ganz dem Schreiben gewidmet hat, arbeitete sie einige Jahre als Grundschullehrerin.

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