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Schlagwort Archiv: Science-Fiction

Buchbesprechung: Tobias Elsäßer „One“

elsaesser_oneLesealter 13+(Fischer/Sauerländer-Verlag 2013, 389 Seiten)

Das Schrittempo der Veröffentlichungen von Tobias Elsäßer hat sich in den letzten Jahren erhöht. Es ist noch nicht so lange her, da habe ich erst „Wie ich einmal fast berühmt wurde“ besprochen. Was das zu bedeuten hat? Dass Tobias Elsäßer nur noch auf die Schriftstellerei setzt? Aber hoffentlich ohne Qualitätsverlust, mag man da hoffen … Mit „One“ hat Tobias Elsäßer sich jedenfalls einmal an etwas ganz anderes gewagt, als man bisher von ihm gewöhnt ist: einen Zukunftsroman mit Thrillerelementen.

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Buchbesprechung: Robert M. Sonntag „Die Scanner“

sonntag_scannerLesealter 14+(Fischer-Verlag 2013, 190 Seiten)

Richtige Science-Fiction-Romane findet man derzeit im Jugendbuchbereich eher selten – wenn man mal von den zahlreichen, oft reißerischen Dystopien absieht, die jedoch immer ein wenig schablonenhaft daherkommen und meist auf Spannung und Nervenkitzel hin geschrieben sind. Schade, denn eigentlich finde ich es interessant, wenn sich Autoren Gedanken über die Zukunft machen und gegenwärtige Trends fortspinnen.

Ein Science-Fiction-Buch für Jugendliche kommt von unerwarteter Seite: Martin Schäuble, bisher nur als Autor von Sachbüchern zum Thema Nahostkonflikt in Erscheinung getreten, hat mit „Die Scanner“ eines geschrieben. Falls ihr nun etwas irritiert seid: Warum das Buch offiziell einen anderen Autor hat, sei nicht verraten – es hat etwas mit der Geschichte zu tun …

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Kurzrezension: Thomas Thiemeyer „Das verbotene Eden. David und Juna“

Cover Thomas ThiemeyerLesealter 12+(PAN-Verlag 2011, 460 Seiten)

Thomas Thiemeyers Buch hatte ich schon einmal vor einem guten halben Jahr angefangen, dann aber keine Zeit gefunden, es weiterzulesen. Jetzt im Urlaub wollte ich dann mal wieder was anderes lesen, und deswegen habe ich auf „Das verbotene Eden“ zurückgegriffen. Das Buch ist letztendlich ein düsterer Science-Fiction-Roman, der ein ganz eigenwilliges Szenario hat.

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Buchbesprechung: Holly-Jane Rahlens „Everlasting“

Cover Holly-Jane RahlensLesealter 15+(Wunderlich-Verlag 2012, 422 Seiten)

Von Holly-Jane Rahlens habe ich schon einige Bücher gelesen, und als mir die Autorin vor einiger Zeit geschrieben hat, dass sie ein neues, ganz anderes Buch – diesmal auch nicht in einem Jugendbuchverlag herausgegeben – veröffentlichen wird, war ich natürlich neugierig. Ich habe versprochen, das Buch zu lesen; und ja, es ist wirklich diesmal etwas ganz anderes … Es geht nicht um Amerikaner in Deutschland, nicht um eine jüdische Familie, nicht um den Mauerfall, sondern … Lest einfach weiter.

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Buchbesprechung: Suzanne Collins „Die Tribute von Panem. Flammender Zorn“

Cover Suzanne CollinsLesealter 13+(Oetinger-Verlag 2011, 428 Seiten)

Bei meinen Schülern einer 6. Klasse zirkulierte Band 3 von „Die Tribute von Panem“ mit dem Titel „Flammender Zorn“ kurz nach Erscheinen – es hat nicht lange gedauert, bis die Fans der Reihe das Buch verschlungen hatten. Zugegeben: Bei mir lag er wirklich lange auf meinem Bücherstapel. Aber ich hatte im letzten dreiviertel Jahr einfach immer anderes in meiner sowieso knapp bemessenen Zeit zu lesen … Und manchmal ist es ja auch gut, mit etwas Abstand auf Titel zu gucken – wenn der erste große Hype vorbei ist. Immerhin habe ich es jetzt aber doch noch geschafft. Und hier ist die Buchbesprechung zum Abschlussband der Trilogie.

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Buchbesprechung: Daniel Höra „Das Ende der Welt“

Cover Daniel HöraLesealter 14+(Bloomsbury-Verlag 2011, 377 Seiten)

Hiphop. Bedeutung unklar. Möglicherwiese eine Kletterpflanze mit unangenehm riechenden Blüten, die zur Rauscherzeugung getrocknet und geraucht wurden.

Daniel Höra hat vor zweieinhalb Jahren mit „Gedisst” seinen ersten Roman veröffentlicht. Das obige Zitat stammt aus dem fiktiven Glossar am Ende seines zweiten Romans mit dem Titel „Das Ende der Welt“. Und damit ist indirekt schon klar, dass Höras neues Buch etwas ganz anderes als „Gedisst“ ist: nämlich ein Roman, der in der Zukunft spielt.

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Buchbesprechung: Karl Olsberg „Rafael 2.0“

Cover Karl OlsbergLesealter 12+(Thienemann-Verlag 2011, 234 Seiten)

Fast vier Jahre ist es her, dass ich bei Jugendbuchtipps.de ein Buch, das für Erwachsene geschrieben wurde, vorgestellt habe, weil ich fand, dass es auch für jugendliche Leser interessant sein könnte. Gemeint ist Karl Olsbergs Thriller „System“. Der gleiche Autor hat nun bei Thienemann ein Buch für Jugendliche veröffentlicht, das letztendlich das gleiche Thema wie „System“ behandelt: Es geht darum, dass sich ein intelligentes Computerprogramm selbständig macht und die Menschheit bedroht. Ein spannendes Thema also für alle Computerbegeisterten – und diesmal eben für eine jüngere Leserschaft …

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Buchbesprechung: Robin Wasserman „Skinned“

Cover WassermanLesealter 14+(Sript5-Verlag 2010, 375 Seiten)

Lange Zeit habe ich bei Robin Wassermans Jugendroman „Skinned“ innerlich den Kopf geschüttelt. Mir kam die Geschichte anfangs wie ein Abziehbild von Mary E. Pearsons „ZWEIundDIESELBE“ vor. Kann es sein, dass zwei Autorinnen eine so ähnliche Grundidee haben? Glücklicherweise haben die beiden Bücher nach den vielen Gemeinsamkeiten am Anfang dann doch eine recht unterschiedliche Fortführung …

Übrigens: Der Vorname von Robin Wasserman ist in diesem Fall – anders als meist in Deutschland – ein Frauenname. Die Autorin lebt, nachdem sie kurzzeitig in Los Angeles gewohnt hat, inzwischen wieder in New York.

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Buchbesprechung: Johan Harstad “Darlah”

Cover HarstadLesealter 14+(dtv 2010, 411 Seiten)

Es ist doch immer wieder interessant, was die Verlage schreiben, um für ein Buch zu werben. Über „Darlah“, den Jugendroman des Norwegers Johan Harstad, heißt es auf der Webseite von dtv: „Unheimlicher Weltraumthriller mit Kultcharakter“. Das schraubt natürlich die Erwartungen hoch …

Johan Harstad hat bisher nur Bücher für Erwachsene geschrieben: Kurzgeschichten, Theaterstücke und Romane. „Darlah“ ist sein erstes Buch, das sich an jüngere Leser wendet. Na, dann schauen wir mal, ob das Buch wirklich „Kultcharakter“ zeigt …

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Buchbesprechung: Christian Waluszek “Allgames”

Cover WaluszekLesealter 13+(Thienemann-Verlag 2010, 467 Seiten)

Fast 15 Jahre ist es her, dass ich ein Buch von Christian Waluszek gelesen habe: „Das Geheimnis des Puppenspielers“. Den Jugendroman fand ich damals ziemlich gut – ob es mir heute noch immer so gehen würde, kann ich jedoch nicht beurteilen. Es wäre überhaupt mal interessant, Jugendbücher, die mir früher gefallen habe, noch einmal zu lesen und zu gucken, ob sie noch immer den gleichen Reiz hätten …

Christian Waluszeks neuestes Jugendbuch „Allgames“ hat viel mit Computern zu tun, ist außerdem ein Science-Fiction-Roman. Ein Buch, das man deswegen Jungen empfehlen kann?

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Buchbesprechung: Suzanne Collins “Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele”

Cover CollinsLesealter 14+(Oetinger-Verlag 2009, 415 Seiten)

Der Markt für Fantasy- und Science-Fiction-Jugendbücher ist nach wie vor riesig, und manchmal wundere ich mich, dass Kinder und Jugendliche nicht so wie ich von den zahllosen Fantasy-Büchern gesättigt sind. Aber Jugendliche wachsen ja auch immer wieder neu in die Jugendliteratur hinein und haben das alles nicht von Anfang an mitbekommen.

Ab und zu schaue ich mir trotzdem immer wieder ein Fantasy-Buch an, und Suzanne Collins‘ „Die Tribute von Panem“ hat einige lobende Kritiken bekommen. Ein Grund für mich, das Buch selbst zu lesen …

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Buchbesprechung: Bernard Beckett “Das neue Buch Genesis”

Cover BeckettLesealter 15+(Script5-Verlag 2009, 172 Seiten)

Gute und packende Science-Fiction-Bücher sind unter den Jugendbüchern eher eine Seltenheit. Das wundert mich immer ein bisschen, weil es so viele Themen gibt (Gentechnik, Klimaerwärmung, Terrorismus etc.), bei denen es durchaus sinnvoll wäre, weitere Entwicklungen fiktiv in einem Roman durchzuspielen und so bei Jugendlichen Sensibilität für wichtige Gegenwartsfragen zu wecken. Denn genau das vermögen gute Science-Fiction-Bücher …

„Das neue Buch Genesis“ gehört jedenfalls zum Science-Fiction-Genre, und vorweggenommen sei schon einmal, dass es interessante, aber auch nicht ganz einfache philosophische Fragen aufwirft.

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Buchbesprechung: Mary E. Pearson “ZWEIundDIESELBE“

Cover PearsonLesealter 14+(Fischer-Verlag 2009, 331 Seiten)

Als ich neulich einer Freundin das Buchcover von Mary E. Pearsons „ZWEIundDIESELBE“ zeigte, mutmaßte sie, dass es darin wohl um jemand Schizophrenen gehe. Das ist einerseits falsch, andererseits jedoch auch wieder nicht so ganz – die Sache ist jedoch etwas komplizierter.

Immerhin passt der deutsche Titel deutlich besser zur Thematik des Buches als der englischsprachige („The Adoration of Jenna Fox“). Dass „ZWEIundDIESELBE“ ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Roman ist, damit rechnet jedoch wohl niemand, der das Buchcover gesehen und den Titel gelesen hat.

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Buchbesprechung: Saci Lloyd “Euer schönes Leben kotzt mich an”

Cover LloydLesealter 13+(Arena-Verlag 2009, 343 Seiten)

Der April 2009 war in Deutschland der wärmste April seit dem Beginn verlässlicher Wetteraufzeichnungen vor knapp 120 Jahren; die jährliche Jahresdurchschnittstemperatur ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen – solche Meldungen häufen sich in den letzten Jahren. Die führenden Klimaforscher sind sich inzwischen einig, dass diese Klimaveränderungen nicht von normalen Schwankungen, wie es sie immer auf der Erde gab, herrühren, sondern auf den menschlichen Einfluss, insbesondere den rasanten Anstieg von Treibhausgasen wie CO₂ zurückzuführen sind.
Saci Lloyd hat diese Entwicklungen in einem Zukunftsroman, der den Untertitel „Ein Umweltroman aus dem Jahr 2015“ trägt, weitergesponnen – ein ehrbares Vorhaben.

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Kurzrezension: Scott Westerfeld “Peeps. Die letzten Tage”

Cover WesterfeldLesealter 13+(Kosmos-Verlag 2009, 313 Seiten)

Gar nicht so lange ist es her, dass ich Band 1 von Scott Westerfelds „Peeps“ gelesen habe, und jetzt ist Band 2 mit dem Untertitel „Die letzten Tage“ erschienen. Die „Peeps“-Bücher, das sind moderne Vampirromane, die geschickt mit dem alten Vampir-Topos spielen und dabei Fantasy- und Science-Fiction-Elemente vereinen.

Der in Amerika und Australien lebende Scott Westerfeld ist jedenfalls ein Vielschreiber – in seiner Biografie erwähnt er, dass er neben zahlreichen unter seinem Namen erschienenen Titeln auch noch weitere als Ghostwriter verfasst hat.

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Buchbesprechung: Eoin Colfer “Artemis Fowl – Das Zeitparadox”

colfer_artemis6.jpgLesealter 10+(List-Verlag 2009, 380 Seiten)

Von „Rotkäppchen muss weinen“ zu „Artemis Fowl“ – ein ganz schön weiter Sprung. Aber es ist ja gut, dass die Spannbreite von Kinder- und Jugendbüchern so groß ist.

Eoin Colfer kommt mit seinen Artemis-Fowl-Büchern das große Verdienst zu, auch 10- bis 12-jährige Lesemuffel an Bücher hinzuführen. „Das Zeitparadox“ ist der sechste Band der Reihe über den hochintelligenten und eingebildeten Jungen, der nicht gerade immer mit lauteren Mitteln seine Interessen und verrückten Ideen durchsetzt.

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Buchbesprechung: Charlotte Kerner (Hrsg.) “Die nächste GENeration”

(Update 26.03.2009: Ergänzung eines Fotos aus dem Buch.)

Cover KernerLesealter 15+(Beltz & Gelberg-Verlag 2009, 247 Seiten plus Anhang)

„Science + Fiction“ – so lautet der Untertitel zu dem von Charlotte Kerner herausgegebenen Buch „Die nächste GENeration“. Das ist kein Zufall. Denn in dem Buch treffen Sachtexte und kurze Erzählungen aufeinander, die auszuloten versuchen, welche Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten durch die Genforschung auf uns zukommen könnten. Ein Crossover-Buch ist dadurch entstanden, ein Buch, das sich nicht so recht einordnen lässt … Aber das ist dem Thema ja auch angemessen.

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Buchbesprechung: Kevin Brooks “Being”

Cover BrooksLesealter 14+(dtv 2009, 368 Seiten)

Fast jedes Jahr wartet Kevin Brooks mit einem neuen Buch auf, und eigentlich immer sind es Thriller für Jugendliche, die es in sich haben – keine leichte Kost, nichts für zartbesaitete Leser.

„Being“ heißt Kevin Brooks‘ neuester Roman – und der Titel ist Programm: Es geht um die menschliche Existenz und Fragen wie: Was macht einen Menschen aus? Sind es seine Gefühle? Ist es sein Denken? Oder ist es sein Körper? Ein spannendes Thema – das vorweg …

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Buchbesprechung: Stephenie Meyer “Seelen”

Cover MeyerLesealter 14+(Carlsen-Verlag 2008, 862 Seiten)

Über 800 Seiten müssen erst mal gelesen werden … – und es gibt Bücher, die so spannend sind, dass sie es einem leicht machen, während andere einem das Gefühl geben, man kaue an einem zähen Kaugummi.

Die Amerikanerin Stephenie Meyer steht bei Jugendlichen, vor allem Mädchen, derzeit hoch im Kurs. Mit ihren Bis(s)-Romanen, einer Mischung aus Vampir- und Liebesgeschichte, hat sie jedenfalls großen Erfolg. Gelesen habe ich bisher jedoch keines dieser Bücher. Dafür habe ich mir jetzt Stephenie Meyers „Seelen“, ein Buch, das nicht zur Bis(s)-Reihe gehört, vorgenommen.

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Kurzrezension: Johan Heliot „Kaltgestellt – Kontrolle wider Willen“

Cover HeliotLesealter 14+(Edition Quinto bei Terzio 2008, 218 Seiten)

Den Terzio-Verlag kenne ich eigentlich bisher nur von Spiele-CD-ROMs für Kinder und Jugendliche – doch seit kurzem hat sich der Verlag neu ausgerichtet und führt nun auch Jugendbücher in seinem Sortiment. Spezialisiert hat sich Terzio dabei (die Bücher werden in der so genannten „Edition Quinto“ herausgegeben) anscheinend auf Thriller für Jugendliche. Und „Kaltgestellt“ vom französischen Autor Johan Heliot (Übersetzung: Maren Partzsch) habe ich mir nun einmal angeschaut.

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